Erhalt beider Standorte

Zweibrücken und Saarbrücken verhandeln

30.06.2011 - 10:36 0 Kommentare

Die Flughäfen von Zweibrücken und Saarbrücken sollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Staatssekretäre vom rheinland-pfälzischen Innenministerium und vom saarländischen Wirtschaftsministerium haben sich auf erste Eckpunkte und Rahmenbedingungen geeinigt.

Airbus A319 der Germanwings am Flughafen Zweibrücken

Airbus A319 der Germanwings am Flughafen Zweibrücken
© Flughafen Zweibrücken

Außenansicht des Flughafenterminals in Saarbrücken

Außenansicht des Flughafenterminals in Saarbrücken
© Flughafen Saarbrücken

Bis Oktober soll es ein erstes Konzept für eine enge Kooperation der Nachbarflughäfen Saarbrücken und Zweibrücken geben. Angepeilt wird ein gemeinsamer Betrieb der Flughäfen. Das teilten die rheinland-pfälzische und die saarländische Landesregierung nach einem ersten Treffen der zuständigen Staatssekretäre am Mittwoch mit. Ziel einer Kooperation müsse es sein, «beide Flughäfen zu erhalten und die Attraktivität des Gesamtstandortes zu verbessern», hieß es. Das geplante Papier soll dann in den Aufsichtsgremien der Flughäfen erörtert werden.

Die beiden auf Subventionen angewiesenen Flughäfen liegen nur rund 30 Kilometer voneinander entfernt. Frühere Versuche einer Kooperation der beiden Länder waren gescheitert. Nach dem Regierungseintritt der Grünen in Rheinland-Pfalz war nun wieder Bewegung in die Sache gekommen.

Thema bei den Verhandlungen soll auch der Teileinstieg privater Investoren sein. Die Airports sollen einen «starken Verbund» bilden, um neuen Fluggesellschaften in die Region zu holen. Dabei solle kein Standort infrage gestellt werden. «Beide Standorte haben ihre Vorteile», hieß es auf rheinland-pfälzischer Seite.

Der Flughafen Zweibrücken hatte im vergangenen Jahr rund 265.000 Passagiere verzeichnet, gut ein Fünftel weniger als im Vorjahr. In Saarbrücken war die Passagierzahl von 470.000 auf 491.000 gestiegen.

Von: dapd, dpa
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