Zwei Flughäfen könnten demnächst Namenszusätze bekommen

14.12.2015 - 10:04 0 Kommentare

Für die Flughäfen Düsseldorf und Hamburg könnte es demnächst neue Namen geben. In beiden Fällen handelt es sich um die von Politikern, die sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene und darüber hinaus aktiv waren.

Blick auf den Hamburger Flughafen.

Blick auf den Hamburger Flughafen.
© dpa - Axel Heimken

Das Terminal des Flughafens Düsseldorf.

Das Terminal des Flughafens Düsseldorf.
© dpa - Oliver Berg

Der Düsseldorfer Flughafen soll ab 2016 den Namen Johannes Rau als Zusatz tragen. Das teilten das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Düsseldorf mit. Laut Mitteilung schlagen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (beide SPD) die Umbenennung gemeinsam vor. Damit will das Land die Lebensleistung Raus zum 70. Geburtstag Nordrhein-Westfalens im kommenden Jahr würdigen.

Der Wuppertaler Rau war von 1978 bis 1998 Ministerpräsident des Landes und von 1999 bis 2004 Bundespräsident. Er starb 2006 in Berlin. Seine Witwe, Christina Rau, hat dem Vorschlag laut Mitteilung zugestimmt. Jetzt muss noch der Rat der Stadt Düsseldorf im nächsten Jahr einwilligen.

In Hamburg haben die Gesellschafter des dortigen Flughafens - mehrheitlich die Stadt und der Betreiber Avi Alliance - beschlossen, dem Airport den Namen "Helmut Schmidt" zu geben. Damit ehren sie den am 10. November im Alter von 96 Jahren gestorbenen SPD-Altkanzler und ehemaligen Regierungschef der Hansestadt.

Mehrere Airports tragen bereits Namen berühmter Personen

Bislang tragen bereits mehrere deutsche Verkehrsflughäfen die Namen von Personen der Zeitgeschichte. So heißt der neue Hauptstadtflughafen BER - dessen aktueller Eröffnungstermin in der zweiten Jahreshälfte 2017 liegt - bereits seit Jahren Willy Brandt. Um diesen Namen hatte es zuvor Diskussionen gegeben.

Der Flughafen Stuttgart ist im Oktober 2014 nach Manfred Rommel - dem ein Jahr zuvor verstorbenen Alt-Bürgermeister der Stadt - benannt worden. Der Münchener Airport erinnert mit seinem Beinamen an Franz Josef Strauß und damit ebenfalls an einen Politiker.

Andere Flughäfen setzen zwar nicht auf Politiker, aber auch auf Personen der Zeitgeschichte. In Berlin-Tegel ist es der Flugpionier Otto Lilienthal. Und in Nürnberg hofft man auf die Werbewirksamkeit eines großen Künstlernamens. Seit fast genau einem Jahr trägt dieser Flughafen den Namen "Albrecht Dürer Airport".

Von: gk, dpa

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