Zusatzgeschäfte: Wachstum flacht ab

27.11.2018 - 10:27 0 Kommentare

Die Arlines machen 2018 erneut mehr Umsatz mit Extras. Der Anteil am Geschäft stagniert allerdings - nur bei den Billigfliegern steigt er weiter, zeigt eine neue Ancillaries-Prognose.

Bordverkauf auf einem Lufthansa-Flug. - © © Lufthansa -

Bordverkauf auf einem Lufthansa-Flug. © Lufthansa

Das Geschäft mit Zusatzleistungen wächst für die Fluggesellschaften 2018 weniger stark als in den Jahren zuvor. Laut der Prognose des Beratungsunternehmens Idea Works Company werden in diesem Jahr weltweit knapp 82 Milliarden Euro mit Ancillary Services umgesetzt. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Allerdings nahm der Anteil am gesamten Airline-Geschäft kaum zu: Er liegt bei 10,7 Prozent, nur 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Denn laut Prognose werden im Fluggeschäft 2018 insgesamt 768 Milliarden Euro umgesetzt und damit 12,2 Prozent mehr.

Seit 2010 vervierfacht

Das starke Wachstum des Zusatzgeschäfts scheint damit abzuflachen. Insgesamt haben sich die Umsätze in den vergangenen acht Jahren mehr als vervierfacht. 2010 lagen sie laut Prognose noch bei knapp 20 Milliarden Euro.

Anteil der Ancillaries am Airline-Umsatz
Prozent
2010 4.8
2011 5.6
2012 5.4
2013 6.0
2014 6.7
2015 7.8
2016 9.1
2017 10.6
2018 10.7

Die Kurve zeigt den Anteil der Zusatzleistungen am Gesamtumsatz der Airline-Branche. Quelle: Idea Works Company

In diesem Jahr verzeichnet die Erhebung nur noch bei den Billigfliegern einen Anstieg des Umsatzanteils. Insbesondere die Gruppe der Airlines mit einem ohnehin schon besonders großen Ancillary-Geschäft - etwa Wow Air, Volotea und Scoot - haben nochmals zugelegt: Sie erzielen jetzt 33,9 Prozent ihres Geschäfts jenseits der Ticketverkäufe, drei Prozentpunkte mehr als 2017.

Keine Fortschritte bei traditionellen Carriern

Die große Masse den traditionellen Carrier hat dagegen bei den Zusatzgeschäften keine Fortschritte erzielt: Bei ihnen beträgt der Anteil unverändert 6,7 Prozent, bei den großen US-Airlines sind es 14,2 Prozent.

Laut Idea Works stammen 57 Milliarden Euro - also 70 Prozent der Ancillaries - aus Extra-Leistungen wie Gepäck, Platzreservierungen und Sondermenüs. Der Rest wird mit Vielfliegerprogrammen und Verkaufsprovisionen erzielt.

© Unex Lesen Sie auch: "Die Loyalität der Kunden geht zurück" Interview zur Zukunft der Vielfliegerprogramme

Von: pra
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