Zoff zwischen Lufthansa und Fraport verschärft sich

13.12.2016 - 16:31 0 Kommentare

Die angekündigten Rabatte für neue Airlines am Flughafen Frankfurt sind der Lufthansa ein Dorn im Auge. Gibt es keine Nachbesserungen, schließt die Kranich-Airline sogar eine Klage nicht aus.

Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister. - © © dpa - Arne Dedert

Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister. © dpa /Arne Dedert

Die Lufthansa verschärft im Streit um neue Rabatte für Airlines in Frankfurt den Ton gegenüber dem Flughafenbetreiber Fraport. "Es kann sein, dass wir gegen die neue Gebührenordnung Einspruch einlegen oder sogar klagen", sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister jetzt in Frankfurt.

Fraport will Airlines ab dem Jahreswechsel mit hohen Gebührennachlässen belohnen, wenn sie auf Europastrecken mehr Fluggäste nach Frankfurt bringen. Nach Ansicht des Dax-Konzerns werden Airlines, die wie Ryanair ab 2017 neu nach Frankfurt kommen, dabei übermäßig begünstigt.

Lufthansa und Fraport haben sich für Januar zu Gesprächen über mögliche Anpassungen beim Gebührensystem verabredet. Dabei will Hohmeister über mögliche Anpassungen an der Gebührenstruktur reden, die Anfang Dezember vom hessischen Verkehrsministerium genehmigt wurde.

Die vorgesehenen Rabatte von bis zu 14 Euro je Passagier entsprächen einem Nachlass von fast 50 Prozent auf die gesamten anfallenden Entgelte. Sollte es keine Veränderungen geben, könnte die Lufthansa auch verschiedene Flugverbindungen von Frankfurt aus aufgeben müssen, sagte der Manager.

Von: dpa, gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Ein Zollbeamter kontrolliert einen Koffer. Zoll in Frankfurt stellt Luxusuhren sicher

    Der Zoll am Flughafen Frankfurt hat bei einem Passagier aus Hong-Kong 14 Luxusuhren sichergestellt. Die Produkte im Wert von über 200.000 Euro waren den Angaben nach in den Innentaschen einer Jacke im Gepäck des Reisenden versteckt. Gegen den Mann wird wegen versuchter Steuerhinterziehung ermittelt.

    Vom 23.11.2017
  • Hessischer Verwaltungsgerichtshof Klage gegen hessischen Lärmaktionsplan unzulässig

    Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat eine Klage gegen den Lärmaktionsplan in Hessen zurückgewiesen. Die Fluglärmgegnerin wollte Nachbesserungen. Jetzt könnte es beim Bundesverwaltungsgericht weitergehen.

    Vom 26.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus