Zodiac-Übernahme schiebt Triebwerksbauer Safran an

27.02.2019 - 11:22 0 Kommentare

Der französische Technologiekonzern und Triebwerksbauer Safran sieht sich nach einem Umsatz- und Ergebnissprung im vergangenen Jahr auf dem besten Weg zu weiterem Wachstum.

Bläser eines CFM56-5B-Triebwerks - © © AirTeamImages.com - Ismael Jorda

Bläser eines CFM56-5B-Triebwerks © AirTeamImages.com /Ismael Jorda

2018 machte Safran dank der Übernahme von Zodiac Aerospace einen Satz nach vorn, konnte aber auch aus eigener Kraft prozentual zweistellig zulegen. "Wir haben unsere Ziele 2018 übertroffen", erklärte Konzernchef Philippe Petitcolin laut Mitteilung vom Mittwoch in Paris. Die Integration von Zodiac laufe derweil nach Plan. Im Gesamtjahr kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent auf gut 21 Milliarden Euro. Den zehnmonatigen Beitrag von Zodiac sowie negative Währungseffekte ausgeklammert betrug das Plus noch 10,4 Prozent.

Hierzu trug insbesondere das Mantelstrom-Triebwerk CFM56-LEAP bei, das die Franzosen gemeinsam mit General Electric bauen. Das Joint Venture mit GE konnte im vergangenen Jahr mehr als 3200 neue Aufträge und Absichtserklärungen an Land ziehen.

Bereinigter Gewinn ging zurück

Das bereinigte operative Ergebnis stieg inklusive der Übernahme um 38 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro, wobei Safran im Triebwerksgeschäft seine Profitabilität am deutlichsten verbessern konnte.

Unter dem Strich ging der bereinigte Gewinn für den Safran-Konzern indes um 17 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro zurück - allerdings hatten Unternehmensverkäufe im Vorjahr das Ergebnis aufgebläht. Den Aktionären will das Management für 2018 eine auf 1,82 Euro je Aktie angehobene Dividende zahlen.

In diesem Jahr soll Safran nun einen Schritt weiter auf dem Weg zu seinen erst kürzlich formulierten Mittelfristzielen bringen. Der Konzern will spätestens in 15 Jahren weltweit größter Zulieferer für die Luftfahrtindustrie sein. Für 2019 ist beim bereinigten Umsatz ein Plus von sieben bis neun Prozent angepeilt, das bereinigte Ergebnis soll im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen, unter anderem dank eines anziehenden Wartungsgeschäfts und steigender Auslieferungen.

Von: dpa, br
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