Zitterpartie am Flughafen Lübeck geht weiter

11.12.2015 - 10:20 0 Kommentare

Am insolventen Flughafen Lübeck soll der Betrieb nach dem Jahreswechsel weitergehen, obwohl es mit einem Verkauf bis Ende 2015 nichts wird. Allerdings muss ein Viertel der Beschäftigten gehen.

Der Schriftzug Flughafen Lübeck am Terminalgebäude. - © © dpa - Maja Hitij

Der Schriftzug Flughafen Lübeck am Terminalgebäude. © dpa /Maja Hitij

Der Betrieb des insolventen Lübecker Flughafens soll mindestens bis Ende Februar 2016 aufrechterhalten werden. Das teilte der Insolvenzverwalter Klaus Pannen jetzt mit. Das eröffne die Möglichkeit, den Flughafen auch noch im Januar an einen neuen Betreiber zu verkaufen, sagte Pannen. Nach wie vor werde aber ein Vertragsabschluss mit potenziellen Investoren im Dezember angestrebt. Der Betrieb soll aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden.

Um die Ausgaben zu senken, hat Pannen einem Viertel der zuletzt noch 76 Mitarbeiter gekündigt. Er verhandelt nach eigenen Angaben noch mit fünf potenziellen Käufern. Der Flughafen hatte Ende September Insolvenz angemeldet, nachdem der chinesische Eigentümer Yonqiang Chen den Geldhahn zugedreht hatte.

Chen hatte den Flughafen am 1. August 2014 übernommen, es war der vierte Eigentümerwechsel in zehn Jahren. Weil er im September 2015 die Zahlungen einstellte, musste der Flughafen Insolvenz anmelden.

© dpa, Carsten Rehder Lesen Sie auch: Die bisherigen Eigentümer des Lübecker Flughafens

Der Flughafen Lübeck hatte bereits im Frühjahr 2014 schon einmal Insolvenz anmelden müssen. Zuvor war überraschend bekannt geworden, dass der Eigentümer seine Anteile an der Yasmina Flughafenmanagement GmbH, die den Flughafen Lübeck-Blankensee seit dem 1. Januar 2013 betrieb, verkauft hatte. Er und der neue Inhaber waren schließlich nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Insolvenzverwalter wurde schon damals Klaus Pannen berufen.

Von: gk, dpa
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