Zeitfracht bietet für deutsche Small Planet

Exklusiv 08.10.2018 - 09:01 0 Kommentare

Vor fast drei Wochen rutschte die deutsche Small Planet in die Insolvenz. Nach airliners.de-Informationen bietet die Berliner Zeitfracht für den Carrier. Bis Ende der Woche muss eine Entscheidung getroffen sein.

Flugzeug der litauischen Small Planet: Gerangel um die deutsche Partner-Airline. - © © Leonard Niemann -

Flugzeug der litauischen Small Planet: Gerangel um die deutsche Partner-Airline. © Leonard Niemann

Die Berliner Logistikgruppe Zeitfracht bietet für die insolvente Small Planet Airlines Deutschland. Wie airliners.de aus Verhandlungskreisen erfuhr, muss Sachwalter Joachim Voigt-Salus bis Freitag eine Entscheidung getroffen haben, sagte eine mit der Sache vertraute Person.

Zeitfracht will den Informationen nach die A320-Flotte des deutschen Ferienfliegers als ACMI-Produkt betreiben. Die Wartung der Airbus-Jets soll über die Verbindung mit dem Spezialisten Nayak erfolgen.

Über die Höhe des Angebots liegen keine Informationen vor. Gleichzeitig werden wohl auch die etwa 400 Mitarbeiter der Airline beim Logistiker unterkommen.

Wohl vier Angebote

Die deutsche Small Planet meldete vor fast drei Wochen Insolvenz in Eigenregie an. Dem Carrier waren mehrere technische Probleme, die im Sommer zu langen Verzögerungen inklusive Ausgleichszahlungen an Passagiere führten, zum Verhängnis geworden.

Neben Zeitfracht gibt es dem Vernehmen nach noch drei weitere Bieter. Darunter soll auch VLM sein. Die belgische Division hatte selbst Anfang September Insolvenz angemeldet. Unklar ist allerdings, wie es um die slowenische Tochter steht.

Zeitfracht agiert seit Jahren als mittelständisches Unternehmen im Logistikbereich, wurde aber erst im vergangenen Jahr einer breiten Luftfahrtöffentlichkeit bekannt, denn die Berliner übernahmen die Kölner WDL. Zudem kauften sie zusammen mit Nayak die Air Berlin Technik und fingen die Air-Berlin-Logistiktochter Leisure Cargo auf. Auch stieg die Luftfahrttochter der Zeitfracht bereits vor einiger Zeit bei dem Low-Coster Blue Air ein.

© airliners.de, Lesen Sie auch: "Bei Zeitfracht ticken die Uhren anders" Interview mit Zeitfracht-Chef Simon

Von: cs
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