Zahl der Laser-Attacken auf Piloten geht leicht zurück

27.01.2016 - 10:03 0 Kommentare

2015 sind der Deutschen Flugsicherung (DFS) etwas weniger Attacken auf Piloten mit Laser-Lichtblitzen gemeldet worden als im Jahr davor. Es waren auch deutlich weniger als 2012, dem Jahr mit dem bisherigen Höchstwert.

Ein Pilot sitzt im Cockpit einer A319. - © © AirTeamImages.com - Olivier Corneloup

Ein Pilot sitzt im Cockpit einer A319. © AirTeamImages.com /Olivier Corneloup

Rund 500 Mal haben Unbekannte im vergangenen Jahr in Deutschland Piloten mit Laser-Lichtblitzen geblendet. Die Zahl war 2015 erneut leicht rückläufig, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) der Deutschen Presse-Agentur sagte.

2014 wurden der DFS im hessischen Langen 539 Fälle gemeldet, 2013 gab es 534 Zwischenfälle. Der Höchststand waren 720 Attacken im Jahr 2012. Die Piloten blendet der Lichtstrahl im Anflug auf einen Flughafen. Im Cockpit wird es dann plötzlich taghell, der Pilot sieht die Instrumente nicht mehr, schlimmstenfalls kann er blind werden.

© dpa, Roland Weihrauch Lesen Sie auch: Ministerium hält Einstufung von Laserpointern als Waffen für problematisch

Es handelt sich dabei um einen Straftatbestand (gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr), vergleichbar mit dem Steinewerfen von Autobahnbrücken. Unfälle, die durch solche Laser-Attacken verursacht wurden, sind der DFS aber nicht bekannt.

Pilotenvertreter warnen bereits seit längerem vor gefährlichen Attacken mit Laserpointern. Baden-Württemberg setzt sich für ein Verkaufsverbot der Geräte an normale Verbraucher ein.

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) fordert, dass für Einfuhr von beziehungsweise Handel mit leistungsstarken Lasern strenge gesetzliche Auflagen geschaffen werden. Beispielsweise sollten Laser mit einer Leistung von über 500 Milliwatt unter das Waffengesetz fallen. Nach VC-Angaben hat ein Laser mit einer Stärke von über einem Watt eine Reichweite von mehr als 80 Kilometern. Schon das Mitführen derartiger Geräte ohne einen triftigen Grund sollte bestraft werden.

Von: gk, dpa
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