18 Tote

Yeti Airlines Twin-Otter in Lukla verunglückt

08.10.2008 - 15:41 0 Kommentare

Beim Absturz einer Twin Otter der Yeti Airlines auf dem Flughafen Lukla im Himalaja auf knapp 3000 Metern Höhe sind am Mittwochmorgen 18 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befanden sich auch zwölf Deutsche. Das bestätigte der Chef der staatlichen Flugsicherung, Mohan Adhikari, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Das Wrack der in Lukla verungl - © © dpa -

Das Wrack der in Lukla verungl © dpa

Bei einem Flugzeugunglück in Nepal sind 18 Insassen getötet worden. Insgesamt befanden sich 19 Menschen an Bord der Twin Otter. Die Unglücksmaschine war laut der Fluggesellschaft um 6.51 Uhr (Ortszeit) in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gestartet. 40 Minuten später sei die Maschine beim Landeanflug auf den Flughafen Lukla abgestürzt.

Innerhalb weniger Minuten habe sich das Wetter dramatisch verschlechtert, berichten Augenzeugen in Lukla. Vom Flughafen aus sei der Anflug noch teilweise zu sehen gewesen. Dann jedoch sei die Maschine in den Wolken verschwunden. «Augenblicke später gab es einen gewaltigen Knall», sagt der Fotograf Suraj Kunwar, der zufällig am Flughafen Lukla war. «Dann haben wir die Flammen gesehen.» Demnach stürzte die Maschine um 07.31 Uhr Ortszeit noch vor Erreichen der Landebahn ab. Der Kapitän wurde als einziger Überlebender aus dem Cockpit geschleudert und überlebt.

Laut dem Chef der nationalen Flugaufsicht ging die Unglücksmaschine nach dem Absturz in Flammen auf. Zwei Maschinen von Yeti Airlines seien zuvor erfolgreich gelandet. Ein örtlicher Journalist, Suraj Kunwar, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Sicherheitskräfte rund zwei Stunden gebraucht hätten, um den Brand zu löschen.

Lukla © GNU Lukla Airport, Foto: © GNU Lukla Airport

Der Flugplatz Lukla wird in Abhängigkeit von Wetter- und Sichtbedingungen mehrfach am Tag von Kathmandu aus bedient.

  • ICAO-Code: VNLK
  • Höhe über MSL: 9,380 ft (2,860 m)
  • Piste: 06 (nur Landungen)/24(Nur Starts), Länge: 1600ft (527m), Asphalt
Fotostrecke starten...
Yeti Airlines veröffentlichte die Passagierliste im Internet. Demzufolge kamen sechs Frauen und sechs Männer aus Deutschland ums Leben. Unter den Opfern sind neben dem Ko-Pilot und einer Stewardess auch je zwei Passagiere aus Australien und aus Nepal. Die Leichen sollten nach Kathmandu gebracht werden. Der Pilot sei außer Lebensgefahr.

Nach dem Absturz stellen die Behörden den Flugverkehr in Lukla vorübergehend ein. In Kathmandu setzt die Regierung zur gleichen Zeit eine fünfköpfige Sonderkommission ein, die die genaue Ursache des Absturzes untersuchen soll. Mit deren Abschlussbericht sei jedoch frühestens in zwei Monaten zu rechnen, heißt es.

Der Flughafen Lukla zählt zu den gefährlichsten der Welt, da die Start- und Landebahn an der einen Seite von einem steilen Abhang, an der anderen von einer Felswand begrenzt wird. Bei gutem Wetter starten und landen nach Angaben von «Hauser» täglich 20 bis 40 Flugzeuge in Lukla.

Am Flugplatz gab es bereits einige Unfälle, die aber zumeist glimpflich ausgingen. Der letztes tödliche Unfall ereignete sich 1991, als eine Twin Otter der Royal Nepal Airlines in schlechten Wetterbedingungen bei der Landung verunglückte und 14 Personen starben.

Für Bergsteiger und Touristen ist der Tenzing-Hillary-Flughafen in Lukla der zentrale Zugang zur Bergregion um den Mount Everest. Die private Fluggesellschaft Yeti Airlines wurde 1998 gegründet und fliegt vor allem entlegene Ziele in Nepal an.

Von: dpa, AFP, airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Viele verschiedene Airlines waren in diesem Sommer am Himmel zu sehen - hier 15 von ihnen plus die verschwundene Air Berlin. So performten die Airlines im Sommer

    Bilanz 30 Prozent mehr Flüge als im Sommer 2017 haben die 15 wichtigsten Airlines auf dem deutschen Markt in diesem Sommer angeboten. Gleichzeitig wuchsen auch die Probleme massiv. Mit schweren Folgen.

    Vom 26.10.2018
  • Boeing 737 von Ryanair. Ryanair droht mit Stellenabbau in Deutschland

    In Deutschland legen die Piloten und Flugbegleiter von Ryanair am Mittwoch die Arbeit nieder. Es geht um mehr Geld sowie bessere Arbeitsbedingungen. Von der Airline kommt Kritik - und eine Drohung.

    Vom 11.09.2018
  • Das erwartet die Branche vom Gipfel

    Luftfahrtgipfel in Hamburg: Die Branche diskutiert die Probleme des Sommers. Der BDL ist die Stimme vieler Akteure - und sieht Handlungsbedarf bei Unternehmen und Politik.

    Vom 04.10.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus

Mehr Nachrichten »
Anzeige schalten
Mehr Napal Jobs Mehr Stellenangebote »
Anzeige schalten »