"Fehlende Unterstützung nach A310-Absturz"

Yemenia droht Airbus mit A350-Stornierung

08.07.2009 - 11:58 0 Kommentare

Yemenia sieht sich nach dem Absturz eines A310 vor den Komoren ungerechtfertigter Kritik seitens französischer Behörden ausgesetzt. Da auch Airbus keine "moralische Unterstützung" in den Medien bekundet habe, will die Airline nach eigener Aussage nun ihre A350-Bestellung "überdenken".

Airbus A350 der Yemenia - © © Airbus, computer rendering Fixion -

Airbus A350 der Yemenia © Airbus, computer rendering Fixion

Die jemenitische Fluggesellschaft hat dem europäischen Flugzeugbauer Airbus in Zusammenhang mit dem Absturz vor den Komoren mit der Abbestellung von zehn Maschinen gedroht. Wenn Frankreich bei seiner "harten" Haltung bleibe und wenn weiterhin "Druck" auf Yemenia ausgeübt werde, sehe das Unternehmen sich gezwungen, die vor eineinhalb Jahren aufgegebene Bestellung der zehn A350 "zu überprüfen", sagte Yemenia-Chef Abdelchalek El Kadhi der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend. Obwohl die Ermittlungsergebnisse zu dem Absturz vor einer Woche noch nicht vorlägen, hätten französische Behörden im Zusammenhang mit dem Unglück mehrfach das Wartungsprogramm der Airline kritisiert und als Absturzursache dargestellt. So hatte Frankreich der Fluggesellschaft bereits letzte Woche mit der "Schwarzen Liste" der EU gedroht.

Vom Flugzeughersteller Airbus habe Yemania keine „moralische und mediale Unterstützung“ erhalten, obwohl sich die Kompetenz der Airline „an ihrer mehr als 40-jährigen Geschichte zeigt“, zitiert die „Air Transport World“ den Yemenia-Chef.

Ein Airbus-Sprecher sagte zur den Äußerungen des Airline-Chefs, der Konzern sei in erster Linie den Ermittlungsbehörden der betroffenen Länder verpflichtet und könne nicht zugunsten der Luftfahrtgesellschaft "intervenieren". Nach Abstürzen gebe es bei öffentlichen Kommentaren strenge Richtlinien zu beachten.

Von: airliners.de, AFP
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