Wrackteile von Air-Asia-Airbus gefunden

30.12.2014 - 12:18 0 Kommentare

Die Suche nach der seit zwei Tagen vermissten Passagiermaschine der Indonesia Air Asia ist beendet: Die Einsatzkräfte entdeckten südwestlich von Borneo in der Javasee Wrackteile. Jetzt läuft die Bergung.

Traurige Gewissheit in Surabaya, Indonesien: Der Air-Asia-A320 ist in die Javasee gestürzt.

Traurige Gewissheit in Surabaya, Indonesien: Der Air-Asia-A320 ist in die Javasee gestürzt.
© dpa - EPA/MADE NAGI

Ein Schiff der indonesischen SAR-Flotte.

Ein Schiff der indonesischen SAR-Flotte.
© Indonesisches Transportministerium

Airbus A320 der Indonesia Air Asia

Airbus A320 der Indonesia Air Asia
© AirTeamImages.com - Frikkie Bekker

Das seit Sonntag in Indonesien vermisste Air-Asia-Flugzeug ist rund 100 Meilen südwestlich von Borneo abgestürzt. Bei der Suche nach dem vermissten Airbus A320 der indonesischen Air-Asia-Tochter Indonesia Air Asia haben Suchmannschaften unweit der letzten Radarposition Wrackteile und Leichen im Meer entdeckt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass alle 162 Menschen an Bord ums Leben gekommen sind. Der Leiter der Rettungskräfte und die Fluggesellschaft bestätigten am Abend, dass die gefundenen Teile zu der Maschine gehörten.

Der Chef der indonesischen Such- und Rettungsbehörde, Bambang Soelistyo, bestätigte den Fund am Dienstag bei einer Presskonferenz in Jakarta. Sämtliche Suchmannschaften seien zur Fundstelle verlegt worden und die Bergungsarbeiten sind bereits in vollem Gange. Leichen und Wrackteile sollten nach Pangkalan Bun gebracht werden, wo sich der nächstgelegene Flughafen befindet.

Laut Soelistyo sichteten die Piloten eines Suchflugzeugs zudem etwas südlich der Wrackteile einen "Schatten" am Meeresboden, bei dem es sich wohl um das vermisste Flugzeug handele. Die Javasee ist an der Stelle nur knapp 30 Meter tief. Das Flugzeug soll in mehrere größere Stücke gebrochen sein.

Zuvor hatte bereits die indonesische Luftverkehrsbehörde von georteten Trümmerteilen im Meer berichtet. Bei den gesichteten Wrackteilen handele es sich vermutlich um eine Einstiegstür sowie Notrutsche und eine Tür des Frachtdecks, sagte Behördenchef Djoko Murjatmodjo.

Ermittler legten zudem Details der letzten Kommunikation mit dem Unglücksflugzeug vor. Danach bat die Crew um 06.12 Uhr bei der Flugsicherung um die Erlaubnis für eine Kursänderung nach links, um eine Gewitterzelle zu umfliegen. Dies sei genehmigt worden, und die Maschine sei nach links geflogen, sagte der Sicherheitsdirektor der Flugsicherung «AirNav Indonesia», Wisnu Darjono, der «Jakarta Post».

Kurz darauf habe die Cockpitcrew um die Genehmigung gebeten, zudem höher zu fliegen. «Wie hoch?», fragten die Fluglotsen nach diesen Angaben. «Flightlevel 380», seien die letzten Worte des funkenden Piloten gewesen. Dies wurde wegen hohen Verkehrsaufkommens nicht sofort genehmigt. Als die Genehmigung zu einer Steigung auf zunächst FL340 übermittelt wurde, habe Flug QZ8501 nicht mehr geantwortet.

Flug QZ8501 war am Sonntagmorgen von Surabaya auf der indonesischen Insel Java Richtung Singapur gestartet. Eine Viertelstunde später brach der Kontakt zu dem Airbus A320-200 ab und er verschwand vom Radar.

Von: airliners.de mit dpa, AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Eine Drohne unterwegs im Sonnenuntergang. 2017 knapp 90 Drohnen-Zwischenfälle in Nähe von Flugzeugen

    70 Mal sind im vergangenen Jahr laut Flugsicherung Drohnen in der Nähe deutscher Flughäfen gesichtet worden. Weitere 18 Mal entdeckten Piloten die Flugkameras auf der Strecke. Damit hat sich die Zahl gefährlicher Begegnungen im Luftraum nicht so stark wie befürchtet erhöht.

    Vom 12.01.2018
  • Blick auf den Flughafen Köln/Bonn. Flugausfälle am Airport Köln/Bonn

    Ein fußgroßes Loch in einer Piste am Flughafen Köln/Bonn hat am Dienstag zu Verzögerungen geführt. Zwischen zehn und 13 Uhr fielen zwei Flüge aus, teilte der Airport mit. Einige Flieger konnten starten, weil nur ein Teil der Runway für die Reparatur gesperrt wurde. Die zweite Bahn wird noch bis März saniert.

    Vom 10.01.2018
  • Das norwegische Forschungsschiff Seabed Constructor. Suche nach Flug MH370 geht weiter

    Fast vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH370 wird nun im Indischen Ozean erneut nach Wrackteilen gesucht. Wie der "Economist" berichtet, soll das norwegische Forschungsschiff Seabed Constructor täglich in bis zu 6000 Metern Tiefe über 1200 Quadratmeter Fläche scannen. Die Suche nach dem Flugzeug war Mitte Januar 2017 offiziell eingestellt worden.

    Vom 04.01.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus