Indigo Partner steigt bei Wow Air ein

30.11.2018 - 14:54 0 Kommentare

US-Finanzinvestor Indigo Partners steht vor einem Einstieg bei Wow Air. Beide Unternehmen unterzeichneten einen Vorvertrag. Zuvor war der geplante Kauf durch Icelandair abgesagt worden.

Eine A321 von Wow Air. - © © AirTeamImages.com - Matthieu Douhaire

Eine A321 von Wow Air. © AirTeamImages.com /Matthieu Douhaire

US-Finanzinvestor Indigo Partners steigt beim isländische Billigflieger Wow Air ein. Eine vorläufige Vereinbarung dazu wurde am Donnerstag unterschrieben. Laut einer Pressemitteilung des isländischen Ultra-Low-Cost-Carriers blieben die Bedingungen geheim, allerdings soll der Abschluss "so bald wie möglich" vollzogen werden. CEO und Wow-Air-Gründer Skúli Mogensen werde nach dem Einstieg von Indigo Partners Hauptaktionär der Airline bleiben, heißt es weiter.

Indigo-Chef William Augustus Franke sagte, dass man eine klare strategische Vision für Wow Air habe. Die Holding ist auf weltweite Beteiligungen an Billigfliegern spezialisiert. So hält das US-Unternehmen Beteiligungen an den Low-Cost-Airlines Wizz Air (Ungarn), Frontier Airlines (USA), Volaris (Mexiko) und Jet Smart (Chile).

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Indigo bei Airbus eine Order über 430 Mittelstreckenjets der A320-Neo-Familie abgegeben hatte.

© Airbus, Fixion Rendering Lesen Sie auch: Indigo Partners beschert Airbus Rekordauftrag über 430 Flugzeuge

Möglich wurde der Einstieg der Indigo-Holding, da die Icelandair Group von ihrer geplanten Übernahme des heimischen Billig-Carriers überraschend abrückte. Der Carrier erklärte, dass er vom vor drei Wochen unterzeichneten Vorvertrag zurücktreten werde.

Denn es sind offenbar nicht alle Bedingungen des Kontrakts erfüllt worden, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Einzelheiten werden nicht genannt. Eigentlich sollte der Kauf auf der Aktionärsversammlung am Freitag (30. November) abgesegnet werden.

Wow Air gibt Flugzeuge zurück

Durch die massive Expansion und den gestiegenen Ölpreis geriet Wow Air finanziell unter Druck. Im Juli verkündete die Airline für 2017 einen Verlust von 22 Millionen Dollar. Über verschiedene Mittel sollte kurzfristig neues Geld am Kapitalmarkt akquiriert werden.

Doch sowohl der Gang an die Börse noch die Zeichnung einer Anleihe wurden bislang vollzogen. Die Finanzlast drückt weiter. In dieser Woche teilte die Airline mit, dass sie vier Maschinen an ihre Lessoren zurückgeben werde.

Von: br
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