Airport München plant Wohnungen für eigene Mitarbeiter

09.12.2015 - 12:01 0 Kommentare

Bezahlbaren Wohnraum für das eigene Personal schaffen - das ist die Idee des Münchner Flughafens. Der Airport will mit den Gebäuden Mitarbeiter für den unteren Lohngruppenbereich anlocken.

Der Flughafen München trägt den Namen

Der Flughafen München trägt den Namen "Franz Josef Strauß". © Flughafen München GmbH /Werner Hennies

Der Flughafen München will für das eigene Personal Wohnungen in der Nähe des Airports bauen. Die ersten Gebäude sollen bereits 2018 bezugsfertig sein. Das berichtet der "Münchner Merkur". Der Flughafen hofft, mit den neuen Wohnungen leichter neue Mitarbeiter gewinnen zu können.

Das Blatt beruft sich auf ein Papier des bayerischen Finanzministeriums. Darin heißt es: "Die Flughafen München GmbH (FMG) plant zunächst auf eigenen Grundstücken in Hallbergmoos und Oberding eine Wohnraumentwicklung."

Airport-Chef kündigt 600 Wohnungen an

Die beiden Gemeinden grenzen direkt an Deutschlands zweitgrößten Flughafen an. Die Betreibergesellschaft will das Projekt gemeinsam mit den Gemeinden und Partnern aus der Immobilienbranche umsetzen, so das bayerische Ministerium weiter. Bayern ist neben der Stadt München und dem Bund einer von drei Gesellschaftern.

Flughafenchef Michael Kerkloh hatte erst kürzlich angekündigt, in den nächsten Jahren bis zu 600 Wohnungen in der Nähe des Airports bereitstellen zu wollen. Er begründete den Schritt mit dem anhaltend starken Wachstum des Airports. 2017 sollen dort bis zu 45 Millionen Passagiere abgefertigt werden (im vergangenen Jahr zählte der Airport knapp 39 Millionen Fluggäste).

Mehr Wachstum, mehr Mitarbeiter - so das Kalkül

Der Münchner Airport geht davon aus, dass er für jede zusätzliche Million an Passagieren rund 700 neue Mitarbeiter braucht. Da sich Zugezogene die Münchner Mieten jedoch kaum leisten können, findet der Flughafen nach eigenen Angaben schwer Leute für die unteren Lohngruppen. "Wir wollen mit bezahlbaren Wohnungen dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter von ihrem Einkommen vernünftig leben können", sagte der Flughafen-Chef der "Wirtschaftswoche".

Die neuen Wohnungen in den Gemeinden Hallbergmoos und Oberding sind jedoch nur ein erster Schritt. Es werde auch die Anmietung weiterer am Markt verfügbarer Kapazitäten in Betracht gezogen, hieß es in dem Papier des bayerischen Finanzministeriums. Geeignet seien zum Beispiel die an den Airport angrenzenden Landkreise sowie die Stadt Landshut. Letztere liegt rund 34 Kilometer Luftlinie vom Flughafen entfernt.

Von: ch
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