Offenbar neuer Anlauf für Ferienflieger von Niki und Tuifly

05.07.2017 - 11:00 0 Kommentare

Tuifly und Niki sollten einen Ferienflieger schmieden - die Gespräche sind jüngst gescheitert. Nun könnte es einen neuen Versuch geben. Dabei würde sich die Tui-Rolle laut eines Berichts entscheidend verändern.

Flugzeuge von Tuifly und Air Berlin. - © © dpa - Julian Stratenschulte

Flugzeuge von Tuifly und Air Berlin. © dpa /Julian Stratenschulte

Versuch Nummer zwei: Offenbar plant Tui, die Gespräche über ein Touristik-Joint-Venture mit Etihad wieder aufzunehmen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf Konzerninsider. Die Beteiligten lehnten dem Bericht zufolge eine Stellungnahme ab.

Tui will beim zweiten Anlauf wohl eine größere Rolle spielen. Dieses Mal wolle der Konzern an der Verbindung aus der eigenen Tochter Tuifly und der Air-Berlin-Tochter Niki die Mehrheit halten oder das neu entstandene Unternehmen komplett schlucken. Größter Knackpunkt sei laut Bloomberg noch konzernintern, dass Tui sich nicht einen Teil des milliardenhohen Schuldenbergs der Air Berlin einverleiben möchte.

Neuer Ferienflieger soll touristischen Fokus haben

Ursprünglich war geplant, dass Air Berlin seinen Ferienflieger Niki an Großaktionärin Etihad verkauft und diese dann aus Niki und Tuifly einen neuen Ferienflieger formt. Die Flotte des neu geschaffenen Ferienfliegers hätte 60 Maschinen umfasst, die vor allem touristische Warmwasserziele aus Deutschland bedienen.

Jeweils 25 Prozent sollten dabei Tui und Etihad halten, die restlichen 50 Prozent sollten Niki zufallen und von einer österreichischen Holding gehalten werden. Die Gespräche zwischen Tui und Etihad waren Anfang Juni aber gescheitert.

Air Berlin und Etihad erklärten unmittelbar nach dem Scheitern des Tuifly-Deals, dass sie an dem noch nicht vollzogenen Verkauf Nikis festhalten wollen. Etihad hat Air Berlin für Niki bereits den Kaufpreis in Höhe von 300 Millionen Euro überwiesen. Auch die Air-Berlin-Tochter Belair soll nach wie vor im Herbst komplett in Niki aufgehen.

© AirTeamImages.com, Wolfgang Mendorf Lesen Sie mehr dazu: Air Berlin hält an Belair-Aus fest

Von: cs
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