Airbus A330-200 der Air Berlin im Endanflug © AirTeamImages.com /Steven Marquez
Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl wollte vor einigen Monaten bei Air Berlin groß einsteigen. "Wir hätten mit unserer Beteiligungsfirma Intro und einer Investorengruppe gerne Air Berlin übernommen", sagt der Unternehmer in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Man habe angeboten, 220 Millionen Euro frisches Kapital in die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft zu schießen, wenn man im Gegenzug 52 Prozent der Anteile erhalten hätte.
Die anderen Air-Berlin-Gesellschafter hätten stattdessen jedoch Etihad Airways als Partner an Bord geholt. "Sie hatten wohl Angst, dass ihre Anteile verwässert werden", vermutet Wöhrl als Grund für die Ablehnung seines Angebots.
Einstieg bei Condor?
Nun äußerte Wöhrl Interesse an einer Übernahme des Ferienfliegers Condor. "Wenn das Thema akut wird stehen wir zur Verfügung", sagte Wöhrl dem SZ-Gespräch. Die Condor-Muttergesellschaft Thomas Cook prüft derzeit einen Verkauf der Fluggesellschaft. Wöhrl rechnet damit, dass Thomas Cook "mehr als 300 Millionen Euro fordern wird, da Condor hohe liquide Mittel hat."
Wöhrl gründete in den siebziger Jahren den Nürnberger Flugdienst (NFD), der später in Eurowings umfirmierte. Zeitweise gehörte ihm die dba (ehemals Deutsche BA), sowie eine Mehrheit am Ferienflieger LTU. Beide verkaufte er an Air Berlin. Im vergangenen Sommer führt Wöhrl mit seiner Charterairline Flynext Flüge im Auftrag der Germania durch. Im Februar stieg Wöhrl bei der am Bodensee beheimateten Regionalfluggesellschaft Intersky ein.
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