Wöhrl will Intersky und Cityjet nicht zusammenlegen

11.04.2014 - 14:50 0 Kommentare

Intro Aviation will ihre Regionalfluggesellschaften Intersky und Cityjet als zwei eigenständige Airlines betreiben. Hans Rudolf Wöhrl setzt aber auch ohne Zusammenlegung auf Synergien.

Flugzeuge der Intersky und der CityJet stehen am Flughafen Dresden nebeneinander auf dem Vorfeld.

Flugzeuge der Intersky und der CityJet stehen am Flughafen Dresden nebeneinander auf dem Vorfeld.
© Mitteldeutsche Flughafen AG

Renate Moser und Rolf Seewald umringt von Hans Rudolf Wöhrl (re) und Peter Oncken (li)

Renate Moser und Rolf Seewald umringt von Hans Rudolf Wöhrl (re) und Peter Oncken (li)
© Intersky

Maschinen der CityJet in London-City

Maschinen der CityJet in London-City
© AirTeamImages.com - Europix

Die beiden regionalen Fluggesellschaften Intersky und Cityjet werden doch nicht zusammengelegt. Das sagte Intro-Aviation-Chef Hans Rudolf Wöhrl am Donnerstag in Berlin vor Journalisten des Luftfahrt-Presseclubs. Man plane zwar mit Synergien etwa beim Einkauf und Vertrieb, ansonsten gäbe es aber kaum Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Fluggesellschaften.

In der Tat haben die Streckennetze von Cityjet und Intersky so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Während die österreichische Intersky vor allem vom grenznahen deutschen Friedrichshafen aus operiert, gehen so gut wie alle Verbindungen der Cityjet von und nach London City. Der einzige Flughafen, der von beiden Fluggesellschaften angeflogen wird, ist Dresden. Intersky wird hier eine Linie nach Zürich aufnehmen. Cityjet verbindet die Elbmetropole mit London.

Offensichtlich will Wöhrl diese Konzepte nicht grundlegend verändern. "Regionalflug ist regional verankert", so Wöhrl. "Jede Airline hat ihre eigenen Stärken." Intersky sei in der Bodenseeregion sehr gut aufgestellt, Cityjet habe sich dagegen einen Namen mit starken Verbindungen ab London City gemacht. Eine operative Zusammenarbeit mache dabei keinen Sinn. Früheren Angaben nach gab es bei Intro Überlegungen, Cityjet sowie VLM zukünftig mit Intersky zusammen gegen die großen Anbieter antreten zu lassen.

© airliners.de Lesen Sie auch: Wöhrl will europäischen Regionalmarkt aufmischen

Die Intro-Investorengesellschaft hatte die verlustreiche Cityjet gerade von Air-France/KLM übernommen. Das Geschäft sei im Übrigen "kein 1-Euro-Deal" gewesen, so Wöhrl. Man habe sogar 15 Flugzeuge der alternden Flotte der Cityjet gekauft. Nun sucht Wöhrl nach Ersatz, was nicht das einfachste Unterfangen ist, da die Airline für den steilen An- und Abflug in London-City Fluggerät mit speziellen Zulassungen und Eigenschaften benötigt.

Trotz der schlechten Vorzeichen wolle Intro beweisen, dass es klappen kann, Cityjet profitabel zu machen, so Wöhrl. Gleiches gelte für die Intersky, bei der die Probleme aber vor allem durch die geringe Größe und das Konkurrenzgebahren anderer Fluggesellschaften zustande gekommen sein. "Eine Germanwings kann Intersky jederzeit in die Pleite fliegen, wenn sie will", sagte Wöhrl. Im Worst-Case müsse man die Airline dann als ACMI-Carrier (Leasing inklusive Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance) spezialisiert weiterbetreiben. In diesem Szenario gäbe es dann auch wieder durchaus die Option, für die deutlich größere Cityjet zu fliegen.

Von: airliners.de
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