Mit Fotostrecke Wochenrückblick: Aus aller Welt

11.05.2012 - 17:08 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. Ein Unglück in Indonesien wirft Suchoi zurück, während es anderorts etliche neue Strecken und Bestellungen zu verkünden gibt.

Ein Streik der Fluglotsen gegen die Sparmaßnahmen der Regierung in Portugal hat den Luftverkehr am Freitag durcheinandergebracht. Wegen des Ausstandes seien an verschiedenen Airports des hoch verschuldeten Euro-Landes bis zur Mittagszeit insgesamt elf Flüge gestrichen worden, sieben davon in Lissabon, teilte die portugiesische Flughafenverwaltungsbehörde ANA mit. Außerdem sei es bei vielen Ankünften und Abflügen zu Verspätungen von bis zu drei Stunden gekommen, teilte die Behörde mit. Mit dem Streik protestieren die Fluglotsen gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Sie fordern, dass sie von den verordneten Kürzungen verschont werden. Die Aktion soll am 17., 18., 24. und 25. Mai wiederholt werden.

SAS bedient ab dem 20. Dezember 2012 die Nonstopstrecke Kopenhagen-Kiruna. Die neuen Flüge finden donnerstags und sonntags mit einem Airbus A319 statt. Start in Kopenhagen ist jeweils um 9.00 Uhr; die Flugdauer beträgt zwei Stunden und 25 Minuten. Die Saisonroute endet am28. April 2013. Mit dem Star-Alliance-Partner Singapore Airlines wurde am Freitag ein Joint-Venture-Abkommen für Routen zwischen Skandinavien und Singapur geschlossen. Vorbehaltlich der Regierungsgenehmigungen wollen beide Airlines ihre Flugpläne aufeinander abstimmen sowie Ein- und Ausgaben auf den Strecken teilen.

Nahost/Afrika

Air Namibia nimmt am 15. Mai den Flugbetrieb von Windhoek nach Gaborone (Botswana) auf und fliegt drei Mal wöchentlich in die botswanische Hauptstadt. Einen Tag später kommt die Verbindung Windhoek – Harare (Simbabwe) mit vier wöchentlichen Flügen hinzu.

Etihad Airways nimmt Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und die indische Stadt Ahmedabad im November in ihr Streckennetz auf. Addis Abeba soll zunächst fünfmal wöchentlich und ab 2013 dann täglich bedient werden. Ahmedabad, neuntes Ziel der Etihad in Indien, wird täglich angesteuert. Etihad setzt auf beiden Routen einen Airbus A320 ein.

Etihad Airways und der Codeshare-Partner Royal Air Maroc erkennen nun ihre Vielfliegerprogramme gegenseitig an. Passagiere können somit bei der jeweils anderen Airline Meilen sammeln oder einlösen.

Palestinian Airlines fliegt nach einer Zwangspause von sieben Jahren wieder. Eine Maschine der palästinensischen Fluggesellschaft sei am Mittwoch von Al-Arisch in Ägypten nach Amman in Jordanien und wieder zurück nach Al-Arisch geflogen, sagte Unternehmenschef Sijad Albad. Künftig werde es wöchentlich zwei Flüge nach Amman und zurück geben. Er kündigte an, dass es bald auch Flüge nach Dschiddah in Saudi-Arabien geben werde. Die Linie wolle auch Flüge in die Türkei und in die Vereinigten Arabischen Emirate anbieten. Palestinian Airlines hat vier Maschinen. Die Fluggesellschaft war im Jahr 1995 gegründet worden und startete zunächst von Al-Arisch. Nach der Eröffnung des Flughafens von Rafah im Jahr 1998 flog die Airline von dort. Als die israelische Armee den Flughafen jedoch zerstörte, kehrte das Unternehmen nach Ägypten zurück, flog aber nur bis zum Jahr 2005.

Amerika

American Airlines will eine Milliarde US-Dollar in die Erneuerung der internationalen Widebody-Flotte investieren. So erhalten alle Boeing 777-200ER neue, komplett flache Sitze in der Business Class mit direktem Zugang zum Gang, WLAN an Bord, ein neues Entertainment-System und das Premium-Economy-Produkt “Main Cabin Extra” Auch die weiterhin in der Flotte verbleibenden Boeing 767-300ER werden mit neuen Business Class-Sitzen und „Main Cabin Extra“ ausgestattet. Neben der Umgestaltung der bestehenden Flotte ist die Aufnahme von zehn neuen Flugzeugen des Typs Boeing 777-300ER ab Ende 2012 bis 2013 Bestandteil des Flottenerneuerungsprogramms. Die 777-300ER wird in einer Drei-Klassen-Konfiguration mit First, Business und Economy Class in Dienst gestellt. Alle Flugzeuge erhalten einen Main Cabin Extra-Bereich sowie WLAN an Bord.

Asien

Wegen des anhaltenden Streiks von rund 250 Air-India-Piloten sollten sich Reisende vorab mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen. Tausende Fluggäste waren in den vergangenen Tagen in Indien gestrandet. Zahlreiche Verbindungen mussten gestrichen werden, teilt die Airline auf ihrer Homepage mit. Betroffen sind auch mehrere Flüge nach Frankfurt am Main, London und Paris. Wie die Situation in den kommenden Tagen aussieht ist unklar.

Hersteller

Boeing und die taiwanesische EVA Air haben einen Kaufvertrag über drei Boeing 777-300ER bekannt gegeben. Der Auftrag umfasst darüber hinaus auch Vorkaufsrechte für vier weitere Langstreckenmaschinen dieses Typs. Zusätzlich will EVA Air vier Boeing 777-300ER von GECAS anmieten. Die zusätzlichen Flugzeuge sollen laut Boeing Frequenzaufstockungen nach China sowie die Erschließung neuer Ziele im Norden Asiens ermöglichen.

Ein Suchoi Superjet 100 mit bis zu 50 Menschen an Bord ist am Mittwoch während eines Demonstrationsflugs in Indonesien an einem Vulkan zerschellt. Unter den Insassen waren neben der russischen Crew vor allem Vertreter von indonesischen Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen und einige Journalisten.

Flughäfen

Wegen Bauarbeiten an der Start- und Landebahn muss der Flughafen der Kanal-Insel Guernsey mehrmals geschlossen werden. Die erste Sperrung betraf den Mittwoch und den frühen Donnerstag. Weitere Schließungen sind für den 27./28. November sowie den 4. und 5. Dezember geplant.

Nach höheren Eintrittspreisen in die Nationalparks und Visagebühren will Kenia nun offenbar auch die Flughafengebühren erhöhen. Ab Juli würden für jeden internationalen Passagier 40 US-Dollar (rund 31 Euro) fällig, berichtet die kenianische Wirtschaftszeitung Business Daily. Bisher betrug die Gebühr die Hälfte. Auch Inlandsflüge würden teurer - hierfür sollen nun umgerechnet rund sechs Euro fällig werden. Mit den Einnahmen sollen Kenias Flughäfen modernisiert werden.

Wegen andauernden Ascheregens aus dem mexikanischen Vulkan Popocatépetl hat der Flughafen Puebla am Donnerstag seinen Betrieb erneut unterbrochen. Das teilte der Zivilschutzdirektor des Bundesstaates östlich von Mexiko-Stadt mit. Auf der Start- und Landepiste habe am Morgen eine Ascheschicht gelegen, sagte Zivilschutzdirektor Jesús Morales Rodríguez. Der Flugbetrieb werde wiederaufgenommen, wenn die Asche beseitigt sei. Er war schon am Mittwoch ebenfalls wegen der Vulkanasche vorübergehend eingestellt worden.

Von: airliners.de mit dpa, AFP, dpa-AFX, Austrian Aviation Net
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