Mit Fotostrecke Wochenrückblick: Aus aller Welt

27.04.2012 - 12:45 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. So bereitet sich LOT auf die Fußball-EM vor, während Airbus das erste Flugzeug an Japans neue Lowfare-Airline ausliefert.

Air Dolomiti will zwischen Juli und September die Strecke Rom - Nimes mit Embraer 195 auf eigene Rechnung bedienen. Mit Ausnahme von Verona - Wien fliegt Air Dolomiti im Auftrag der Lufthansa.

Die weißrussische Belavia soll im Lauf des kommenden Jahres privatisiert werden. Vor allem russische Fluggesellschaften werden als Interessenten gehandelt.

British Airways und Iberia haben ihre Codeshare-Vereinbarung erweitert. So setzt die spanische Fluglinie ihren IB-Kenner auf die Flüge der British Airways von London nach Entebbe (Uganda), während der BA-Kenner auf den Iberia-Flügen von Madrid nach Bogota (Kolumbien) erscheint.

Flybe hat die Image-Kampagne “Making flying better” gestartet. Europas größte Regionalfluggesellschaft will sich damit von negativen Assoziationen der Lowfare-Branche absetzen..

LOT Polish Airlines verpasst zehn Flugzeugen zur Fußball-EM einen besonders sportlichen Look. Sie tragen während des Turniers und bis mindestens Ende Juli einen markanten Fußball auf dem Heck des Rumpfs und auf den Winglets sowie die Aufschrift „Welcome to Poland 2012“. Die Jets werden hauptsächlich auf Routen zwischen Polen und der Ukraine eingesetzt.

XL Airways France wurde vom Eigentümer Straumur, eine isländische Bank,  zum Verkauf ausgeschrieben, berichtet “Le Figaro”.

Nahost-Afrika

El Al soll laut der Zeitung “Haaretz” die Aufspaltung in zwei Fluglinien prüfen. Dabei soll sich eine auf die Langstrecken nach Asien, Nordamerika und Südafrika konzentrieren und die andere Airline auf die Europa-Dienste.

Jambo Jet will binnen sechs Monaten den Betrieb aufnehmen. Die Lowcost-Airline aus Kenia will dazu Fluggerät von der Mutter Kenya Airways leasen und Ziele im Inland sowie in den Nachbarländern ansteuern.

Amerika

Delta Air Lines verdiente im 1. Quartal unterm Strich 124 Millionen Dollar (94 Mio Euro) nach einem Minus von 318 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar.

Jetblue hat im ersten Quartal dank höherer Ticketpreise einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 30 Millionen US-Dollar (23 Mio Euro) und damit zehn Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Insgesamt kletterte der Umsatz um 19 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar.

Teures Kerosin und hohe Integrationskosten haben United Continental im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen getrieben. Unter dem Strich verdoppelt sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 448 Millionen US-Dollar (339 Mio Euro). Den Umsatz konnte UAL um fünf Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar steigern. Allerdings stiegen die Treibstoffkosten um 21 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar und zehrten die Mehreinnahmen auf.

US Airways meldete einen Quartalsgewinn von 48 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen zuvor 114 Millionen Dollar verloren hatte. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. US Airways arbeitet zudem an einem Zusammenschluss mit dem insolventen Rivalen American Airlines. Dazu hat sich US Airways die Unterstützung dreier Gewerkschaften gesichert, die zusammen annähernd 55.000 Mitarbeiter von American Airlines vertreten.

Viva Colombia nennt sich eine Neugründung in Medellin. Mit drei Airbus A320 soll der Flugbetrieb im Mai aufgenommen und Ziele im Inland bedient werden.

Asien-Pazifik-Region

ANA zieht die Eröffnung der Route Tokio/Narita - Seattle auf den 25. Juli vor. Ursprünglich sollte die Strecke erst zwischen Oktober 2012 und März 2013 starten. ANA bedient Seattle zunächst mit einer Boeing 777-300ER und tauscht das Fluggerät später gegen eine Boeing 787 aus.

Eine Boeing 737-200 (Registrierung AP-BKC) der pakistanischen Bhoja Air ist am 20. April nahe Islamabad abgestürzt. Alle 127 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine war auf dem Flug von der Karachi kurz vor der Landung in Islamabad während eines Gewitters auf dem Boden aufgeprallt und in Flammen aufgegangen.

Garuda Indonesia wartet auf die Genehmigung, ihre Lowcost-Marke Citilink in eine separate Fluggesellschaft auslagern zu dürfen. Die bislang nur im Inland fliegende Citilink will dann auch internationale Flüge aufnehmen.

Jetstar Japan hat den ersten A320 am Airbus-Standort Toulouse erhalten. Die Maschine wird von IAE V2500-Motoren angetrieben und kann bis zu 180 Passagiere befördern. Der japanische Billigflieger will im Juli den Flugbetrieb aufnehmen und mit zunächst drei Maschinen von Tokio-Narita nach Kansai, Fukuoka, Sapporo und Okinawa fliegen.

Ningxia Cargo Airlines erwartet die Betriebslizenz durch die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC. Die Frachtairline will ab West-China mit Boeing 737- und 747-Frachtern operieren. Die türkische Orex Orbit Express Airlines stellt die Piloten und das Wartungspersonal. Größter Anteilseigner mit 40 Prozent ist die Shanghai Chongda International Freight Company.

Qantas hat den Airbus A380 “Nancy Bird Walton” nach Sydney überführt. Die Maschine war nach einer Triebwerksexplosion im November 2010 gut 18 Monate lang in Singapur repariert worden.

Auch Thai Airways soll die Gründung einer Langstrecken-Lowcosttochter nach dem Vorbild der AirAsia (AirAsia X), der Qantas-Gruppe und der Singapore Airlines (Scoot) prüfen.

Hersteller

Airbus hat mit der Produktion des ersten A380 für British Airways begonnen. Die doppelstöckige Maschine soll 2013 zur Flotte des britischen Carriers stoßen. Bestellt sind insgesamt zwölf Maschinen.

Airbus hat Kreisen zufolge in den USA eine Schlappe im ewigen Kampf gegen Boeing einstecken müssen. United Continental verhandele nur noch mit dem US-Rivalen über die Bestellung von etwa 200 Flugzeugen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Kreise. United habe mindestens sechs Monate mit beiden Herstellern über einen Mix aus Boeing 737, Airbus A320 und Varianten mit neuen treibstofffsparenden Antrieben gesprochen. 200 Maschinen des Typs Boeing 737 hätten zusammen einen Listenpreis von 16,9 Milliarden US-Dollar.

Embraer und die chinesische ICBC Financial Leasing wollen künftig bei der Flugzeugfinanzierung und beim Leasinggeschäft zusammenarbeiten. Beide Seiten haben hierfür eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Mitsubishi Aircraft hat den Jungfernflug des Mitsubishi Regional Jet (MRJ) auf Ende 2013 verschoben. Eigentlich war der erste Start zum 2. Quartal 2012 geplant gewesen. Die Auslieferung verschiebt sich damit von 2014 auf 2015.

Suchoi hat die Typenzulassung für den Regionaljet SSJ100 in Mexiko erhalten. Die mexikanische Interjet hatte im Januar vergangenen Jahres 15 Exemplare bestellt und Optionen auf weitere fünf Maschinen gezeichnet. Die Auslieferung soll nun zum Jahresende starten.

Flughäfen

Der Flughafenbetreiber BAA wird seinen Airport in Edinburgh verkaufen, um Wettbewerbsbedenken der Kartellwächter zu zerstreuen. Für 807 Millionen Britische Pfund (990 Mio Euro) soll der Flughafen an die US-Beteiligungsgesellschaft Global Infrastructure Partners (GIP) gehen. Die Transaktion soll Ende Mai abgeschlossen sein.

Von: airliners.de mit dpa, dpa-AFX, Austrian Aviation Net, ch-aviation
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