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Wochenrückblick: Aus aller Welt

20.04.2012 - 17:13 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. Unter anderem rollte eine neue afrikanische Airline an den Start, während Emirates neu mit einem Billigflieger kooperiert.

Die belgische Thomas Cook feiert 10-jähriges Bestehen.

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© AirTeamImages.com - Rudi Boigelot

Korongo Boeing 737-300 mit Winglets

Korongo Boeing 737-300 mit Winglets
© AirTeamImages.com - Rudi Boigelot

Korongo BAe 146-200

Korongo BAe 146-200
© AirTeamImages.com - Jan Severijns

Der Erstflug der Etihad nach Basra wird am 15. April 2012 mit einer traditionellen Wassertaufe begrüßt.

Der Erstflug der Etihad nach Basra wird am 15. April 2012 mit einer traditionellen Wassertaufe begrüßt.
© Etihad Airways

Boeing betankt in Everett erstmals eine 787 zum Teil mit Biokerosin. Die Maschine bricht am 17.4. 2012 zum ersten transpazifischen Biofuel-Flug zum Kunden ANA nach Tokio auf

Boeing betankt in Everett erstmals eine 787 zum Teil mit Biokerosin. Die Maschine bricht am 17.4. 2012 zum ersten transpazifischen Biofuel-Flug zum Kunden ANA nach Tokio auf
© Boeing

DIe 4000. Boeing 737NG ging am 13.4. 2012 an China Southern Airlines

DIe 4000. Boeing 737NG ging am 13.4. 2012 an China Southern Airlines
© Boeing

Airbus A321 der Alitalia im Retro-Look

Airbus A321 der Alitalia im Retro-Look
© AirTeamImages.com - Darryl Morrell

Diese ehemalige Malev 737-800 erhielt in Shannon den Anstrich der S7 Airlines

Diese ehemalige Malev 737-800 erhielt in Shannon den Anstrich der S7 Airlines
© AirTeamImages.com - Trevor Mulkerrins

Korean Air Cargo Boeing 747-8F

Korean Air Cargo Boeing 747-8F
© AirTeamImages.com - Keishi Nukina

Air Baltic und Air France wollen enger zusammenarbeiten und haben einen Codeshare-Vertrag unterzeichnet. Die lettische Fluggesellschaft wird ihren Heimatflughafen Riga mit Paris verbinden und Air France bietet von dort Anschlussflüge zu rund 150 Zielen. Air-France-Passagiere sollen im Gegenzug Riga weltweit besser erreichen. Außerdem nimmt Air Baltic im Sommer eine Saisonverbindung zwischen Riga und Budapest auf. Die Strecke soll fünfmal wöchentlich mit Bombardier Q400 bedient werden.

Air France nahm Flüge zwischen Paris CDG und Wuhan auf. Die neue China-Verbindung wird dreimal wöchentlich mit einer Boeing 777-200ER bedient. Die Maschine verfügt über 35 Sitze in der Business Class, 24 Sitze in der Premium Economy und 250 Sitze in der Economy.

Alitalia und ihre Tochter Air One verfügen über ein Monopol auf der Strecke Rom-Mailand, befand die italienische Wettbewerbsbehörde am Dienstag. Nun muss die Airline Slots zwischen Rom-Fiumicino und Mailand-Linate an Wettbewerber abtreten.

Eastern Airways hat Flüge zwischen Southampton und Brüssel aufgenommen. Die „EU-Hauptstadt“ wird sechs Mal pro Woche mit einer Jetsream 41 angesteuert.

Finnair und TAP Portugal haben zum Freitag ein Codeshare-Abkommen für Flüge zwischen Finnland und Portugal vereinbart. Über die Zwischenstationen Brüssel, Amsterdam, Genf und Zürich bieten beide Fluggesellschaften weitere Verbindungen an. Auf Finnair-Flügen zwischen diesen Städten und Helsinki wird zusätzlich der TAP-Code geführt, das gleiche gilt für den Finnair-Code auf TAP-Flügen nach Lissabon.

Iberia will die Gehälter ihrer Piloten um 20 Prozent kürzen. Damit sollten 62 Millionen Euro jährlich eingespart werden, teilte die Airline am Dienstag mit. Das Unternehmen schreibe Verluste und habe ein "Kostenproblem", sagte ein Sprecher. Die Sparmaßnahme treffe nur die Piloten, "die einzigen Kollegen", mit denen in zweieinhalbjährigen Verhandlungen keine Einigung über einen Tarifvertrag habe erzielt werden können. Nach Angaben des Sprechers verdienen Iberia-Piloten rund 200.000 Euro im Jahr.

Iberia Cargo nutzt künftig auch die Unterflurkapazitäten der Lowfare-Airline Vueling. Beide Unternehmen haben einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren unterzeichnet. Fracht und Post kann damit von/nach 21 spanischen Vueling-Destinationen sowie Amsterdam, Athen, Brüssel, Kopenhagen, Lissabon, London, Mailand, Rom, Paris, Tel Aviv, Venedig und Zürich geflogen werden.

Icelandair hat ihre Gepäckregelung nach USA und Island geändert. Economy-Reisende nach Island dürfen nun ein Gepäckstück bis 23 Kilogramm einchecken sowie ein Handgepäckstück bis zehn Kilogramm mitnehmen.   In Richtung USA/Kanada gilt weiterhin das „Piece Concept“, d.h. jeder Fluggast darf zwei Gepäckstücke bis je 23 Kilogramm einchecken; Handgepäck ebenfalls ein Stück bis zehn Kilogramm. Für Gäste der Icelandair Economy Comfort und Saga Business Class gilt eine großzügigere Gepäckregelung. Außerdem bietet Icelandair ihren Kunden nun auch an, per Handy einzuchecken. Mobile-Check-In ist möglich für Abflüge ab Frankfurt sowie natürlich für die Rückflüge aus Island. Aus technischen Gründen ist es leider nicht für München und Hamburg sowie für Rückflüge aus USA möglich.

LOT Polish Airlines will ihre Boeing 787 ab Januar 2013 zwischen Warschau und Chicago einsetzen.

Russland und Frankreich haben sich über eine jeweils zweite Fluggesellschaft auf der Route Moskau-Paris verständigt. Nach Angaben der russischen Zeitung „Kommersant“ könnte Frankreich Aigle Azur und Russland die S7 Airlines mit entsprechenden Rechten ausstatten. Bislang fliegen nur Aeroflot und Air France auf der nachfragestarken Route. Da beide Mitglieder der Skyteam-Allianz sind und zudem im Codesharing fliegen, kann man von einem Monopol sprechen.

TAP Portugal konnte für das Geschäftsjahr 2011 einen Nettogewinn von 3,1 Millionen Euro verzeichnen. Der Gesamtumsatz belief sich auf 2,3 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber 2010 entspricht. 2011 flogen mehr als 9,8 Millionen Passagiere mit TAP Portugal, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 7,3 Prozent. Noch in diesem Jahr will TAP Portugal drahtloses Internet (WLAN) auf allen Langstreckenflügen nach Nord- und Südamerika anbieten. Das System von OnAir wird zunächst in allen Maschinen vom Typ Airbus A330 installiert. Abgerechnet wird über die Kreditkarte des Passagiers.

Turkish Airlines hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 40 Prozent auf 11,8 Milliarden TL (rund 5 Mrd Euro) erhöhen und meldet einen operativen Gewinn von 339 Millionen TL (rund 144 Mio Euro). Der Nettogewinn belief sich auf 19 Millionen TL. Die Anzahl der beförderten Passagiere erhöhte sich gegenüber 2010 um zwölf Prozent auf 32,7 Millionen. Die verfügbaren Sitzkilometer konnten um 25 Prozent auf 81,2 Milliarden gesteigert werden. Die Auslastung sank um 1,1 Prozent auf 72,6 Prozent. Die Zahl der verkauften Fracht-Tonnenkilometer stieg um 38 Prozent auf 1,459 Millionen. Turkish Airlines deutete ferner an, sich aus der bosnischen BH Airlines zurückziehen zu wollen. Die türkische Fluglinie ist mit 49 Prozent an BH Airlines beteiligt.

Nahost-Afrika

Egyptair meldete für das abgelaufene Jahr einen Gewinneinbruch um 75 Prozent auf zwölf Millionen US-Dollar. Befördert wurden rund 8,5 Millionen Passagiere. Zum 15. April lief die Route Kairo-Tokio wieder an. Für das kommende Jahr plant das Star-Alliance-Mitglied unter anderem Flüge nach Toronto. Mit dem Star-Partner Ethiopian Airlines plant Egyptair den Aufbau einer Niederlassung oder einer gemeinsamen Fluglinie ab Accra (Ghana). Ferner prüft Egyptair den Ersatz der Boeing 777 und Airbus A330 durch Boeing 787 und A350 in den Jahren 2020-2025.

Emirates und der New Yorker Billigflieger Jetblue Airways haben ein einseitiges Codesharing vereinbart. Die arabische Airline setzt dabei ihre EK-Flugnummern auf die Jetblue-Flüge von New York JFK nach nach Boston, Burlington, Buffalo, Charlotte, Chicago, Fort Lauderdale, Jacksonville, Orlando, Portland, Raleigh, Tampa und Washington Dulles. Emirates steuert New York JFK zweimal täglich nonstop ab Dubai an.

Etihad Airways nahm am 15. April eine neue Flugverbindung zwischen Abu Dhabi un Basra auf. Das Ziel im Süden des Iraks wird viermal wöchentlich mit einem Airbus A320 bedient. Etihad steuert seit April 2010 bereits die irakische Hauptstadt Bagdad und seit Juni Erbil im Norden des Landes an.

Korongo Airlines hat am Montag den Flugbetrieb endlich aufnehmen können. Die kongolesische Airline fliegt ab Lubumbashi zunächst nach Kinshasa und Johannesburg. Sie soll vor allem den Passagieren der Brussels Airlines einen besseren Zugang in den Süden der Demokratischen Republik Kongo ermöglichen. Die beiden Flugzeuge, eine Boeing 737-300 und eine BAe 146 werden von Brussels Airlines für Korongo betrieben. Obwohl Fluggerät, Personal sowie ein eigener Wartungshangar bereits seit Juni des letzten Jahres bereit stehen, blieb die Genehmigung zur Aufnahme des Flugbetriebs durch die kongolesischen Behörden bisher aus Rücksicht auf die lokale Konkurrenz aus. Alleine auf der Strecke Lubumbashi-Kinshasa müssen sich gleich vier Mitbewerber gegen das europäische Airlineprojekt behaupten.

Amerika

Die Alaska Air Group (Alaska Airlines, Horizon Air) erzielte im 1. Quartal einen Nettogewinn von 40,8 Millionen US-Dollar – 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 7,7 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar.

Die insolvente US-Fluggesellschaft American Airlines kommt auf keinen grünen Zweig. Im ersten Quartal fiel beim Mutterkonzern AMR erneut ein hoher Verlust an von unterm Strich 1,7 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro). Grund waren hauptsächlich Belastungen aus dem laufenden Umbau des Unternehmens. Erschwerend kamen gestiegene Spritpreise hinzu. Im Vorjahreszeitraum hatte American Airlines 436 Millionen Dollar verloren. Ohne die hohen Belastungen aus der Insolvenz, so rechnete der Konzern vor, hätte sich der Verlust zu Jahresbeginn indes halbiert. Denn die Zahl der Passagiere legte zu, gleichzeitig konnte American Airlines wie die Konkurrenz höhere Ticketpreise durchsetzen. Der Umsatz verbesserte sich in der Folge um neun Prozent auf rund 6,0 Milliarden Dollar.

Southwest Airlines hat im ersten Quartal nur dank glücklich verlaufener Treibstoffgeschäfte einen fast dreistelligen Millionengewinn eingeflogen. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 98 Millionen US-Dollar (75 Mio Euro). Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen nur fünf Millionen Dollar verdient. Rechnet man den Gewinn aus Geschäften zur Treibstoffpreis-Absicherung und die Kosten für die Integration der Tochter AirTran heraus, stand nun allerdings ein Minus von 18 Millionen Dollar zu Buche. Dass Southwest im eigentlichen Geschäft schlechter abschnitt als im Jahr zuvor, lag wie bei anderen Fluggesellschaften am teuren Kerosin. Die Treibstoffrechnung schwoll im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf 1,5 Milliarden Dollar an. Allerdings nahm das Unternehmen auch deutlich mehr ein als ein Jahr zuvor: Der Umsatz sprang durch die AirTran-Übernahme um 29 Prozent auf fast vier Milliarden Dollar in die Höhe. Ohne den Zukauf hätte das Erlösplus nur bei sechs Prozent gelegen.

Asien-Australien

Die indische Regierung pumpt 300 Milliarden Rupien (5,76 Mrd. Dollar) bis 2020 in den angeschlagenen Staatscarrier Air India. Dafür muss die Fluglinie aber ihren Wartungsbereich und weitere Tochterfirmen abstoßen. Damit dürfte Air India ihre 27 bestellten Boeing 787 bezahlen können. Das indische Kabinett erlaubte zudem, dass sich ausländische Airlines an indischen Firmen direkt finanziell beteiligen dürfen, solange die Mehrheit in indischen Händen bleibt.

ANA plant Direktflüge zwischen Tokio-Narita und Rangun, Hauptstadt von Myanmar.

Die Cathay-Pacific-Gruppe erweitert zum Sommer ihr Streckennetz: Sechs neue Ziele in China, Korea, Taiwan, Thailand und auf den Philippinen werden mit Dragonair, der 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Cathay Pacific, angeflogen. In China fliegt Dragonair ab sofort auch Xian an. Im Mai kommt Guilin hinzu. Ebenfalls ab Mai fliegt Dragonair Cheju in Korea an. In Taiwan steht ab 15. Mai zusätzlich Taichung auf dem Flugplan. Clark auf den Philippinen, rund 70 km von Manila entfernt, wird ab 1. Juni angeflogen. Ab 1. Juli hebt Dragonair auch drei Monate lang nach Chiang Mai in Thailand ab.

Mandala Airlines hat nach der finanziellen Restrukturierung am Donnerstag auch internationale Flüge wieder aufgenommen. Die erste Strecke führte von Medan nach Singapur. Die Flüge innerhalb Indonesien waren bereits Anfang April wieder angelaufen.

Die Frachtsparte der Qantas nimmt am Freitag eine Linienverbindung von Sydney nach Chongqing auf. Über Shanghai und Chicago kehrt die eingesetzte Maschine dann wieder nach Sydney zurück. Die Qantas Group wähltezudem für die 78 besellten Airbus A320neo das LEAP-1A-Triebwerk von CFM International.

Scoot, neuer Langstrecken-Billigflieger der Singapore Airlines, nimmt am 4. Juni den Flugbetrieb auf. Die erste Route führt von Sngapur nach Sydney. Zum 12. Juni folgt dann Singapur – Gold Coast. Mit zunächst vier Boeing 777 wird Scoot im ersten Jahr Strecken nach Australien und China bedienen.

Sichuan Airines treibt die internationale Expansion voran. So will die Fluglinie allein in diesem Jahr drei neue Strecken mit Airbus A330 eröffnen. Geplant sind Flüge von Chengdu nach Vancouver, Amsterdam und Melbourne.

Hersteller

Boeing hat die 4.000 Next-Generation-737 ausgeliefert. Die Jubiläumsmaschine – eine 737-700 mit 126 Sitzen in zwei Klassen und dem Kabinendesign Sky Interior - ging an China Southern Airlines. Für die Fluggesellschaft aus Kanton ist dies zugleich die 75. direkt gelieferte Boeing 737. Weitere 45 Boeing 737-700/-800 sind noch offen. Foto

Boeing hat auf einem Auslieferungsflug zum Kunden ANA erstmals eine 787 teils mit Biotreibstoff betrieben. Der Flug von Everett nach Tokio war zugleich der erste Biokerosin-Flug über den Pazifik. Foto

Saab und Airbus haben den Auftrag zur Fertigung der Querruder für die A320-Familie bis zum Programmende verlängert. Da noch knapp 3.400 Flugzeuge im Auftragsbuch bei Airbus stehen, beläuft sich der Auftragswert bei Saab auf über 700 Millionen Kronen (103 Mio. US-Dollar).

Von: airliners.de mit dpa, dpa-AFX, Austrian Aviation Net
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