Wizz Air mit Rekorden bei Passagieren und Gewinn

31.05.2019 - 17:13 0 Kommentare

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat sich innerhalb weniger Jahre zum Platzhirschen in Osteuropa entwickelt. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Sogar steigende Treibstoffpreise betrachtet die Airline als Vorteil.

Passagiere steigen am Airport Hahn in eine Wizz-Air-Maschine. - © © Flughafen Frankfurt-Hahn -

Passagiere steigen am Airport Hahn in eine Wizz-Air-Maschine. © Flughafen Frankfurt-Hahn

Wizz Air vermeldet für das abgelaufene Geschäftsjahr neue Rekorde bei Passagierzahlen, Umsatz und Gewinn. Die vorliegenden Zahlen würden bestätigen, dass man als größte Low Cost Airline in Zentral- und Osteuropa weiterhin einen festen Platz in den Top Ten der europäischen Fluggesellschaften besetze, teilte das Unternehmen mit.

Das Wachstum des in Budapest beheimateten Billigfliegers war im vergangenen Jahr sowohl bei der Anzahl der beförderten Passagiere (plus 16,7 Prozent auf 34,6 Millionen) als auch beim Umsatz (plus 19,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro) zweistellig. Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebit) lag bei 718 Millionen Euro - die Grundlage für einen Profit von 291 Millionen Euro (plus sechs Prozent). Der Sitzladefaktor legte um 1,5 Prozentpunkte auf 92,8 zu.

In der Bewertung der Zahlen sieht sich der CEO von Wizz Air, József Váradi, in seinem Kurs bestätigt. Neben der Stärkung der eignen Position in Osteuropa habe sich die Expansion in strategisch wichtige westeuropäische Märkte wie Wien und London bewährt. In London Luton werde man in diesem Sommer deutlich mehr Sitze anbieten. Dort hatte Wizz Air als Brexit-Vorbereitung sogar einen britischen Ableger gegründet.

Wizz Air passen höhere Kerosinpreise ins Konzept

Auch für das aktuell laufende Geschäftsjahr gab sich Váradi optimistisch. Höhere Kerosinpreise würden das Kosten-Niveau ansteigen lassen und man gehe davon aus, dass diese Makrobedingungen Wizz Air Marktanteils-Chancen eröffneten, da schwächere Fluggesellschaften unrentable Kapazitäten streichen würden.

Wizz Airs Kostenvorteile kämen dann voll zur Geltung, weshalb man bei der Airline mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 17 Prozent auf 40 Millionen im Geschäftsjahr 2020 rechnet. Dafür spricht laut Wizz Air auch die bereits jetzt robuste Buchungslage für den kommenden Sommer.

© Wizz Air, Lesen Sie auch: "In Westeuropa wächst Wizz Air opportunistisch" Interview

Laut Váradi wären die Bilanzzahlen für das abgelaufene Jahr noch besser gewesen, wenn die diesährigen Osterfeiertage noch in den März gefallen wären, an dessen Ende auch das Geschäftsjahr seinen Abschluss fand.

Wizz Air ist in Deutschland aktuell an 13 Flughäfen aktiv. Die größten Kapazitäten auf dem deutschen Markt bietet der Billigflieger derzeit in Dortmund, gefolgt von Memmingen, Frankfurt, Berlin und Köln. Die am häufigsten mit Deutschland verknüpften Märkte sind Destinationen in Rumänien, der Ukraine und Polen.

Von: dk
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