Wissenschaftler forschen weiter an Wirbelschleppenwarnsystem

10.01.2017 - 09:15 0 Kommentare

Wirbelschleppen von Flugzeugen können nachfolgende Maschinen in Gefahr bringen. Foscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) forschen deshalb weiter an einem Ausweich- und Warnsystem.

Navigationsdisplay: Eine magentafarbene Linie zeigt den Bereich der Wirbelschleppen an.  - © ©  DLR -

Navigationsdisplay: Eine magentafarbene Linie zeigt den Bereich der Wirbelschleppen an. © DLR

Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird weiter an einem Wirbelschleppenwarnsystem geforscht. In Flugversuchen wurde unlängst dessen Weiterentwicklung getestet, wie die Forschungseinrichtung mitteilte.

Bei vier von ingesamt fünf Versuchsflügen wurden bei den jüngsten Forschungen mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) direkt die Wirbelschleppen von Flugzeugen im Linienverkehr angesteuert. Die dabei gesammelten Daten seien eine wichtige Grundlage, um das System weiter zu präzisieren, wie es seitens des DLR weiter. Heutige Verkehrsflugzeuge senden aber derzeit nur einen Teil der für das Wirbelschleppenwarnsystem benötigten Daten an umgebende Flugzeuge.

Das nun erneut getestete System - genannt WEAA (Wake Encounter Avoidance & Advisory System) - kann die potenziell gefährlichen Wirbelschleppen allein aus Wetterinformationen und den Navigationsdaten des vorausfliegenden Flugzeugs vorhersagen und dem Piloten der nachfolgenden Maschine über ein Display Ausweichmanöver vorschlagen.

Dazu berechnet eine am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre entwickelte Software anhand des Windes, der Temperaturverteilung und der Turbulenz, wie sich die Wirbelschleppen hinter einem Flugzeug verhalten. Zuvor hatten laut DLR Tests mit dem Forschungsflugzeug Falcon bereits gezeigt, dass der gewählte Ansatz prinzipiell gute Prognosen liefert.

© AirTeamImages.com, Tom Kool Lesen Sie auch: Warnsystem soll gefährliche Luftwirbel hinter Flugzeugen berechnen

Von: dpa, gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Virtualisierung eines Flugzeugs: 70 Mitarbeiter arbeiten zunächst in dem Institut. Institut für Digitalisierung der Luftfahrt in Dresden gegründet

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Dresden ein Institut zur Softwareforschung im Bereich Flugzeugbau gegründet. Dort sollen virtuelle Tests von Prozessen und Produkten entwickelt werden, die schneller, günstiger und sicherer als Erprobungen in der Realität sind - vom ersten digitalen Entwurf bis zur simulierten Außerdienststellung.

    Vom 09.08.2017
  • Mit ersten Testflügen des Hybridflugzeugs will Zunum Aero bereits 2019 beginnen. Boeing kooperiert beim Thema Hybridflugzeug

    Boeing will zusammen mit dem Start-Up Zunum Aero das Zeitalter der Elektromobilität einläuten. Bis 2022 soll ein hybridbetriebenes Elektroflugzeug für zwölf Pasagiere Regionalverbindungen von bis zu 1100 Kilometer Distanz ermöglichen. Dieses solle 80 Prozent weniger Schadstoffe und Lärm verursachen, teilten die beiden Unternehmen mit.

    Vom 06.10.2017
  • Der Open-Rotor-Prototyp von Safran ist für den Bodentest installiert. Safran beginnt Tests mit Open-Rotor-Prototypen

    Der Triebwerkshersteller Safran hat in Istres (Frankreich) erste Bodentests mit einem Open-Rotor-Prototypen durchgeführt. Das Projekt für einen deutlich effizienteren Antrieb für neue Flugzeuggenerationen läuft bereits seit 2008 und wird von der EU mit 65 Millionen Euro im Rahmen der "Clean Sky"-Initiative gefördert.

    Vom 05.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus