Artikel vom 27.10.2011 0

US-Fluglinien verdienen weniger

Quartalszahlen

Mehrere amerikanische Fluggesellschaften haben ihre Kennzahlen für das dritte Quartal vorgelegt. So konnten United Continental, US Airways und Jetblue ihre Umsätze in der Hauptsaison zwischen Juli und September steigern, doch wegen gestiegener Kerosinkosten schrumpften die Gewinne.

Boeing 777-200 der United

Die weltgrößte Fluggesellschaft United Continental hat im dritten Quartal wegen gestiegener Treibstoffpreise weniger verdient als erwartet. Vor Sonderposten schrumpfte der Gewinn von 896 Millionen auf 773 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Chicago mitteilte. Das war weniger als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg in der Hauptsaison der Fluggesellschaften zwischen Juli und Ende September von 9,35 Milliarden auf 10,17 Milliarden Dollar.

Für Kerosin musste das Unternehmen mit einem Plus von 41,3 Prozent wesentlich mehr ausgeben als noch vor einem Jahr. "Trotz des schwierigen Preisumfelds haben wir die Kosten gut unter Kontrolle gebracht", sagte Finanzvorstand Zane Rowe.

US Airways

Auch US Airways hat aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise im dritten Quartal weniger verdient. Der Überschuss schrumpfte von 240 Millionen im Vorjahr auf 76 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Tempe im US-Bundesstaat Arizona mitteilte. Die zusätzlichen Aufwendungen für Kerosin wegen des Preisanstiegs bezifferte das Unternehmen auf 360 Millionen Dollar.

Der Umsatz stieg indes um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. "Die Kundennachfrage war stark und brachte uns den höchsten je im dritten Quartal verzeichneten Umsatz. Die hohe Nachfrage dürfte sich im vierten Quartal fortsetzen", sagte Unternehmenschef Doug Parker.

Jetblue Airways

Die US-Lufthansa-Beteiligung Jetblue hat im dritten Quartal ebenfalls einen starken Gewinneinbruch verbucht. Der Überschuss ging im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 35 Millionen US-Dollar (25 Mio. Euro) zurück, wie das US-Unternehmen am Mittwoch in New York mitteilte. Neben den hohen Treibstoffpreisen machte das Unternehmen auch die Auswirkungen des Wirbelsturms «Irene» dafür verantwortlich. Der Umsatz legte hingegen auch dank eines ausgeweiteten Flugangebots um 16 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zu.

Stand: 27.10.2011 - 5:49 PM Uhr

Quelle: dpa-AFX

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