Artikel vom 07.02.2012 0

Südtirol fordert Schadenersatz von Air Alps

Die Landesregierung von Südtirol hat Schadenersatzansprüche bei Air Alps angemeldet. Die Regionalfluggesellschaft hatte den Flugbetrieb im Januar für zwei Wochen unterbrochen.

Dornier 328 der Air Alps - © © AirTeamImages.com - Wolfgang Mendorf

Dornier 328 der Air Alps

Nachdem die Tiroler Fluggesellschaft Air Alps im Januar ihren Flugbetrieb vorübergehend einstellen musste, kündigte die Südtiroler Landesregierung Schadenersatzforderungen in Höhe von 70.000 Euro an. Außerdem werde man Air Alps die Zuverlässigkeitsbescheinigung verweigern, sagte der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag in Bozen vor Journalisten. Ohne einer solche Bescheinigung könnte die Fluglizenz entzogen werden.

Die österreichischen Luftfahrtbehörden prüfen derzeit das Air Operator Certificate (AOC) von Air Alps. Bis 13. Februar muss der neue Chef, Oliver Ladurner, der Obersten Zivilluftfahrtbehörde nachweisen, dass die Regionalairline aus finanzieller Sicht flugtauglich ist. Falls Air Alps das AOC verlieren sollte, werde Südtirol die Strecke Bozen-Rom neu ausschreiben, versprach Durnwalder.

Air Alps stellte Mitte Januar überraschend den Flugbetrieb ab Bozen ein. Nach einer zweiwöchigen Pause fliegt das Unternehmen seit dem 1. Februar wieder viermal täglich zwischen Bozen und Rom. Das Codeshare-Abkommen mit Alitalia soll aber derzeit auf Eis liegen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Stand: 07.02.2012 - 12:54 PM Uhr

Quelle: Roman Payer, Austrian Aviation Net

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