Artikel vom 13.05.2009
InterSky steigert Umsatz und Passagierzahlen
Geschäftszahlen 2008
Im Jahr 2008 konnte die Finanzlage des Unternehmens im operativen Bereich verbessert werden. Der Netto Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug rund 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro). Auch die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2008 konnte weiter gesteigert werden und liegt nun bei 19,4 Prozent (Vorjahr 19,1 Prozent) der Bilanzsumme.Um auch in konjunkturell schwachen Phasen erfolgreich bleiben zu können, arbeitet InterSky mit einem umfassenden Reportingsystem. Streckenindividuelle Buchungszahlen und Trends werden täglich erfasst und ermöglichen schnelle Reaktionen. Um dem aktuellen Nachfragerückgang aufgrund der Wirtschaftskrise im Segment der Geschäftsreisenden gerecht zu werden, sind temporäre Kapazitätsanpassungen eingeplant.
Für das aktuelle Geschäftsjahr ist ein Rückgang der Flüge von zehn Prozent geplant. Aufgrund der vorausschauenden Planung wurden diese Reduzierungen schon langfristig geplant und somit sind keine weiteren, kurzfristigen Anpassungen nötig. „Da InterSky zirka 65 Prozent Geschäftskunden befördert ist eine hohe Planungssicherheit und Zuverlässigkeit das Gebot der Stunde", erklärt Claus Bernatzik. Trotz dieser geringeren Produktion ist für das laufende Geschäftsjahr eine schwarze Null als Ergebnis geplant. „Kostenseitig sind die Planungen zu 100 Prozent konkret, die Umsatzentwicklung ist allerdings 2009 die unsichere Planungsgröße", so Bernatzik. Dem bewährten Streckennetz mit insgesamt 19 Verbindungen will InterSky dieses Jahr treubleiben.
Wachstum nach der Krise
Nach dem Wachstum der Bodensee-Airline 2008 wird das laufende Jahr zur Konsolidierung und Weichenstellung für die Zukunft genutzt. Die wichtigsten Fragen hierbei lauten, wo und wie künftige Expansion möglich ist. Für 2010 wird insbesondere ein Ausbau der Flotte auf fünf Maschinen evaluiert. Dabei wird auch eine Änderung des Flugzeugtyps geprüft, um dem bestehenden Streckennetz auch weiter entfernte Destinationen hinzufügen zu können. In diesem Zusammenhang werden aktuell die „große Schwester" der derzeit eingesetzten Dash8-300, die Dash 8-400 und die ATR 72 miteinander verglichen. Beide Turboprop-Maschinen bieten neben einer größeren Reichweite auch Platz für bis zu 22 Passagiere zusätzlich. Bisher können auf jedem InterSky-Flug 50 Gäste befördert werden.
Außerdem gibt es Überlegungen für eine zweite Homebase, neben dem Bodensee-Airport Friedrichshafen. „In Friedrichshafen fliegen wir momentan in einer sehr bequemen Nische, da es von hier aus keine direkten Konkurrenzangebote zu unserem Streckennetz gibt", schätzt Rolf Seewald, Eigentümer der Airline die gegenwärtige Situation ein. „Langfristig sollten wir uns jedoch ein strategisches zweites Standbein aufbauen, um für eventuelle Änderungen gewappnet zu sein", so Seewald weiter. Kurzfristig würde eine zweite Homebase einen deutlichen Ausbau des Streckennetzes, sowie Passagier- und Umsatzzuwächse bedeuten.
Stand: 13.05.2009 - 12:42 PM Uhr
Quelle: InterSky, airliners.de
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