Artikel vom 02.06.2010 0
Bombardier spürt Luftfahrtkrise
© Bombardier
Bombardier Challenger 300
Die Krise in der Luftfahrt macht dem Flugzeug-Hersteller Bombardier weiterhin zu schaffen. Im ersten Geschäftsquartal (Ende April) büßte der kanadische Konzern beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,5 Milliarden auf 4,2 Milliarden US-Dollar ein. Der Gewinn fiel unterm Strich von 158 Millionen auf 153 Millionen Dollar. Ein noch weiteres Abgleiten verhinderte nur das zweite Standbein, die seit Jahren boomende Bahntechnik.
«Beide Sparten haben sich angesichts der wirtschaftlichen Umstände gut geschlagen», sagte Konzernchef Pierre Beaudoin am Mittwoch in Montreal. Der Flugzeug-Markt zeige Zeichen einer Stabilisierung. Die Stornierungen seien deutlich zurückgegangen, die Bestellungen hätten angezogen. Bombardier stellt kleine bis mittelgroße Maschinen her und wildert damit immer öfter im Revier der zwei Platzhirsche Airbus und Boeing. Die Krise hatte aber die Preise verdorben.
Den Großteil seines Umsatzes macht Bombardier mit Zügen und Waggons. Hier sind die Kanadier Weltmarktführer und zählen zu den schärfsten Konkurrenten von Siemens. Weil viele Staaten rund um den Globus auf die Schiene setzen, brummt das Geschäft selbst in schwierigen Zeiten. Großaufträge kamen zuletzt unter anderem von der französischen und der Deutschen Bahn. Die Sparte konnte ihren Gewinn zu Beginn des neuen Geschäftsjahres steigern.
Dass es in beiden Bereichen aufwärts geht, belegt das praller werdende Auftragsbuch. Ende April war es 44,4 Milliarden Dollar schwer nach 43,8 Milliarden Dollar Ende Januar. Knapp zwei Drittel der Bestellungen entfallen auf die Bahntechnik.
Stand: 02.06.2010 - 6:47 PM Uhr
Quelle: dpa
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