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Artikel vom 03.11.2009

ANAs Sparprogramm bisher wirkungslos

Tiefrote Halbjahreszahlen

Die japanische All Nippon Airways (ANA) hat im ersten Geschäftshalbjahr 2009 massive Verluste eingeflogen. Die Airline musste sich eingestehen, dass ihr Anfang des Jahres gestartetes Sparprogramm "noch nicht greifen konnte".

ANA-Maschinen - © © AirTeamImages.com -

ANA-Maschinen

ANA hat in Tokio die konsolidierten Ergebnisse für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Der Konzernumsatz der japanischen Fluggesellschaft sank demnach von April bis September um 18,8 Prozent auf 611,8 Milliarden Yen (rund 4,64 Mrd Euro), was zu einem operativen Verlust von 28,2 Milliarden Yen (rund 214,1 Mio Euro) führte.

Der Verlust konnte auch durch eine Reduzierung der Kosten um neun Prozent auf rund 649 Milliarden Yen (4,9 Mrd Euro) nicht ausgeglichen werden. Der Nettoverlust beträgt rund 25,3 Milliarden Yen (192,1 Mio Euro), wie die börsennotierte Gesellschaft weiter mitteilte.

Sinkende Nachfrage angesichts Rezession und Schweinegrippe

Als Gründe für die schlechten Halbjahreszahlen nannte ANA die durch Rezession und Schweinegrippe ausgelösten Nachfragerückgänge. Im Inlandsverkehr habe sich außerdem der Wettbewerb mit anderen nationalen Fluggesellschaften und weiteren Verkehrsträgern wie dem japanischen Schnellzug Shinkansen verstärkt.

Obwohl sich die Passagierzahlen von August an erholten und zwischenzeitlich höher lagen als im Vorjahreszeitraum, blieben sie – aufgrund des starken Rückgangs des ersten Quartals – insgesamt über das ganze Halbjahr hinweg unter dem Vorjahresniveau. Auch der Umsatz pro Passagier ging zurück, was zum Teil auf weniger Business-Class-Buchungen zurückzuführen ist.

Trotz Sparprogramm hohe Verluste im Gesamtjahr erwartet

ANA hatte bereits Anfang des Jahres Maßnahmen zur Kostensenkung im Volumen von 73 Milliarden Yen (554,2 Mio Euro) ergriffen und gegen Ende des ersten Quartals ein weiteres Maßnahmenpaket gestartet, um die Erlöse des Gesamtjahres um 30 Milliarden Yen (227,7 Mio Euro) zu steigern. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben weiterhin, diese Ziele zur Kostensenkung und Erlössteigerung für das Geschäftsjahr 2009 zu erreichen.

Auch wenn sich eine leichte Erholung des Marktes für das zweite Halbjahr abzeichnet, bleiben die Aussichten jedoch eher unsicher. Die Airline geht davon aus, dass sich Nachfrage und Preise langsamer erholen werden als zunächst angenommen. Unter diesen Umständen hat ANA ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angepasst und rechnet nun mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 9,57 Milliarden Euro und einem Nettoverlust von 212,6 Millionen Euro für das gesamte laufende Geschäftsjahr. Bereits letzte Woche war bekannt geworden, dass die Airline für 2009 rote Zahlen erwartet. Außerdem gab ANA bekannt, dass es 2009 keine Dividendenausschüttungen geben wird.

Stand: 03.11.2009 - 12:42 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit ANA

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