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Artikel vom 23.07.2010

Airbus nimmt Kurs auf schwarze Zahlen

Nach Milliardenverlust von 2009

Airbus-Chef Thomas Enders erwartet nach dem Milliardenverlust von 2009 in diesem Jahr wieder einen Gewinn für den Flugzeugbauer. Entscheidend sei dafür aber eine Einigung beim umstrittenen Airbus-Militärtransportflugzeug A400M, sagte Enders der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag).

Ein A400M fliegt am 8.6.2010 auf der ILA 2010 - © © dpa - W. Krumm

Ein A400M fliegt am 8.6.2010 auf der ILA 2010

Der Vorstandsvorsitzende von Airbus, Thomas Enders, erwartet, dass der europäische Flugzeugbauer nach dem Milliardenverlust des vergangenen Jahres 2010 wieder einen Gewinn erwirtschaften wird. Entscheidend sei dafür aber eine Einigung beim umstrittenen neuen Airbus-Militärtransportflugzeug A400M, sagte Enders der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstagsausgabe).

«Sofern wir bei diesem Flugzeug bis Jahresende die notwendigen Vertragsanpassungen mit unseren Kunden hinbekommen und diese ihre Zusagen einhalten, rechne ich damit, dass wir 2010 profitabel sein werden», sagte der Airbus-Chef. «Wir gehen davon aus, dass wir mindestens 170 Maschinen an unsere sieben Abnehmerländer ausliefern. Damit werden wir eine wirtschaftlich vertretbare Basis erreichen.»

Die Entwicklungspannen bei dem Großprojekt haben 2009 bei dem Flugzeugbauer zu einem operativen Verlust von 1,4 Milliarden Euro geführt. Auch der Airbus-Mutterkonzern EADS geriet dadurch in die Verlustzone.

Airbus ringt seit vielen Monaten mit den potenziellen Abnehmerländern des A400M - darunter auch Deutschland - um eine Kompensation der milliardenschweren Kostenüberschreitungen bei der Entwicklung der Militärmaschine.

Auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough hatte Airbus zuletzt in der Zivilsparte mehr Aufträge eingesammelt als geplant und daraufhin seine Ziele erweitert. Der Hersteller verbuchte Festbestellungen und Kaufabsichten für insgesamt 255 Flugzeuge im Wert von rund 28 Milliarden Dollar.

Stand: 23.07.2010 - 4:55 PM Uhr

Quelle: ddp, dpa

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