Artikel vom 27.07.2010
Air France-KLM dämmt Verluste ein
Quartalszahlen
Air France-KLM fliegt nach den düstersten zwölf Monaten der Konzerngeschichte wieder in Richtung Gewinnzone. Der operative Verlust habe sich im Zeitraum von April bis Juni von 496 Millionen Euro im Vorjahr auf 132 Millionen Euro verringert, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Paris mit.
Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Minus von 277 Millionen Euro gerechnet. Ohne die Auswirkungen des Vulkanausbruchs in Island mit einer fünftägigen Sperre des europäischen Luftraums hätte Air France-KLM einen operativen Gewinn von 26 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge um 10,7 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro.
Unter dem Strich verdiente Air France-KLM im ersten Quartal 736 Millionen Euro. Das positive Ergebnis wurde allerdings ausschließlich durch den Börsengang des Anbieters von Reisebuchungssystemen Amadeus erzielt, an dem Air France-KLM beteiligt ist. Das Geschäft spülte rund eine Milliarde Euro in die Unternehmenskasse.
Für das laufende zweite Geschäftsquartal konstatierte der Konzern eine solide Buchungslage. Allerdings ließen die unsichere Wirtschaftslage sowie die ungewisse Entwicklung der Treibstoffkosten nur einen vorsichtigen Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr zu, hieß es. Ziel sei es für 2010/11, auf operativer Basis, jedoch ausschließlich der Aschewolke-Einbußen, die Gewinnschwelle zu erreichen.
Air France-KLM war zuletzt wegen der Wirtschaftskrise in schwere Turbulenzen geraten. Der Konzern musste im März den bisher höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte verbuchen. Im Geschäftsjahr 2009/10 flog der Luftfahrtkonzern einen Betriebsverlust von rund 1,29 Milliarden Euro ein.
Stand: 27.07.2010 - 7:11 PM Uhr
Quelle: dpa-afx, dpa
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