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Artikel vom 16.01.2009

Ryanair will mehr für Aer Lingus zahlen

Übernahme-Angebot

Im Übernahmepoker um die irische Fluglinie Aer Lingus will der Billigflieger Ryanair tiefer in die Tasche greifen. Er sei bereit, mehr als die bislang gebotenen 1,40 Euro je Aktie zu bezahlen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Freitag vor Journalisten in Dublin.

Eine Boeing 737-800 der Ryanair - © © AirTeamImages.com -

Eine Boeing 737-800 der Ryanair

Er könne sich vorstellen, mit der irischen Regierung über ein höheres Gebot zu verhandeln, sagte er. Ein Preis von zwei Euro je Aktie sei aber zu hoch gegriffen. Die Offerte von 1,40 Euro bewertet Aer Lingus mit insgesamt rund 750 Millionen Euro. Das Gebot gilt noch bis 13. Februar. Ryanair hält bereits knapp 30 Prozent an dem einheimischen Mitbewerber.

Nach Einschätzung von Ryanair wird die EU-Kommission binnen 25 Werktagen darüber entscheiden, ob die Übernahme von Aer Lingus zulässig ist. Sollte die Behörde eine zweite vertiefte Prüfungsphase einleiten, will Ryanair das Gebot aber nur dann aufrecht erhalten, wenn genügend Aer-Lingus-Aktionäre den Übernahmeplan unterstützen. Auch müssten entweder die irische Regierung oder der Mitarbeiter-Fonds von Aer Lingus als Großaktionäre die Offerte im Vorfeld annehmen. "Wir wollen unsere Zeit oder die der irischen Regierung oder EU-Kommission nicht sechs Monate lang verschwenden, wenn die Aer-Lingus-Aktionäre die einzige existierende Übernahmeofferte nicht wollen", sagte O'Leary.

Stand: 16.01.2009 - 7:49 PM Uhr

Quelle: dpa-AFX

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