Artikel vom 28.05.2009 0
Malev erhält weiteren Überbrückungskredit
Umbau der Regionalflotte
© Malev
Malev-Pressekonferenz
Der Aufsichtsrat der Malev hat den Businessplan für das laufende Geschäftsjahr überarbeitet, um den Flugbetrieb während der Wirtschafts- und Finanzkrise, die insbesondere die ehemaligen Ostblock-Staaten getroffen hat, zu gewährleisten.Vorstandschef Anatoly Ballo unterstrich, dass man alles daran setzen werde, dass Malev die Nationalairline Ungarns bleibe. Er forderte das Management auf, einen Businessplan für die kommenden drei Jahre zu erarbeiten, um Malev wieder in die Gewinnzone führen zu können. Stellenstreichungen könne er jedoch nicht ausschließen.
Letzten Monat gewährte die russische Vnesheconombank (VEB) einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro, der nun nochmals aufgestockt werden soll. Die Finanzspritze dient dem Umbau der Regionalflotte auf kosteneffizientere Flugzeuge. So wird Malev diesen Sommer die Bombardier DHC-8Q-400-Flotte auf vier Einheiten verdoppeln können.
Malev ist faktisch in russischem Besitz. Die Moskauer Vnesheconombank hält seit März diesen Jahres 49 Prozent der Anteile des Trägerunternehmens Airbridge AG. Die anderen Aktionäre sind ungarische Privatpersonen, die dem Interessenkreis des russischen Teileigners zugeordnet werden. Der formelle ungarische Mehrheitsanteil sorgt dafür, dass die Malev als Fluglinie eines EU- Landes gilt.
Stand: 28.05.2009 - 10:23 AM Uhr
Quelle: airliners.de
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