Artikel vom 07.10.2009 0
Lübeck sucht verzweifelt neuen Flughafeninvestor
© dpa
Wizz Air A320 in Lübeck
Der Flughafen Lübeck verstärkt die Suche nach einem neuen Investor. Der Flughafen Blankensee war vor vier Jahren von der Stadt Lübeck zu 90 Prozent an den neuseeländischen Infrastrukturkonzern Infratil verkauft worden. Enthalten sei unter anderem eine Rückgabeoption zum Oktober 2009.
Schon im Januar hatte Infratil den Ausstieg aufgrund der Finanzkrise angedroht. Um einen sofortigen Ausstieg zu verhindern, hatte die Stadt Lübeck damals einen Aufschub bis zum 22. Oktober erreicht. Gleichzeitig verpflichtete sich die Hansestadt, alle seit Jahresbeginn 2009 auflaufenden Verluste zu übernehmen.
Dies kommt die Hansestadt teuer zu stehen. Lübeck müsse 26 Millionen Euro bezahlen, berichtet das „Hamburger Abendblatt“ (Mittwochsausgabe). Inzwischen lägen klare mündliche Aussagen vor, wonach Infratil die Option ziehen wolle, schreibt das Blatt weiter und beruft sich dabei auf Senator Halbedel.
Inzwischen verhandelt die Verwaltung mit drei möglichen Interessenten. Darunter soll auch der Flughafen Weeze sein. Sollte kein neuer Investor gefunden werden, muss die Stadt Lübeck den Flugbetrieb zunächst in Eigenregie übernehmen, da es eine Betriebspflicht für den Flughafen gibt.
Stand: 07.10.2009 - 3:56 PM Uhr
Quelle: airliners.de
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