Artikel vom 15.02.2010 0
Lösung im A400M-Streit rückt näher
© dpa
Airbus A400 beim Erstflug am 11. Dezember 2009 in Sevilla
Im monatelangen Streit um die Finanzierung des Militärtransporters Airbus A400M rückt eine Lösung näher. Die sieben Käuferstaaten, darunter Deutschland, haben dem Hersteller EADS/Airbus ein neues Angebot vorgelegt. «Damit bestätigen die Vertragsnationen ihre verbindliche Absicht, das Projekt A400M fortzuführen», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag. Jetzt hänge eine Lösung davon ab, wie EADS auf den Vorschlag reagiere.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa sind die Länder bereit, bei der Aufteilung der Milliarden-Mehrkosten noch tiefer in die Tasche zu greifen. Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS forderte zuletzt, dass die Länder sich mit 6,4 Milliarden Euro an den bis zu 11 Milliarden Euro geschätzten Mehrkosten beteiligen.
Die Länder waren indes bereit, etwa 3 bis 3,5 Milliarden Euro nachzuschießen. Die Finanzierungslücke sei mit dem neuen Angebot kleiner geworden, hieß es in Verhandlungskreisen. Weiter könne man EADS nicht entgegenkommen. Die Regierung wollte sich zu konkreten Zahlen nicht äußern.
Eine Entscheidung des EADS-Konzerns, der von Frankreich und Deutschland dominiert ist, wird innerhalb der nächsten Tage erwartet. EADS steht unter Zeitdruck, weil die Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 erstellt werden muss. Eine endgültige Einigung steht zudem unter dem Vorbehalt, dass Regierungen und Parlamente grünes Licht geben.
Um eine Lösung zu ermöglichen, wollen die Käuferländer auf bestimmte, von den Militärs geforderte Flugeigenschaften verzichten. Das würde die A400M-Produktion erheblich günstiger machen. Auch soll es eine zeitliche Streckung bei der Auslieferung geben.
Stand: 15.02.2010 - 5:14 PM Uhr
Quelle: ddp, dpa, airliners.de
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