Artikel vom 27.06.2008 0

Lagardère will EADS-Anteil weiter reduzieren

Nur noch 10 Prozent

Der französische Medienverleger Arnaud Lagardère hat seine Entschlossenheit bekräftigt, aus dem Airbus-Konzern EADS auszusteigen. Er werde das aber nicht zum derzeitigen Aktienkurs machen, sagte Lagardère nach einem Bericht des «Figaro» (Freitag) vor seinen Konzernmanagern. Seit Mittwochabend hält Lagardère nur noch rund zehn Prozent der EADS-Anteile. Der Aktienkurs lag am Freitag bei 12,16 Euro; 2006 hatte er mit der Marke von 35 Euro geflirtet.

Lagardère und Daimler sind die beiden privaten Hauptaktionäre von EADS, wobei Lagardère zusätzlich den französischen Staat vertritt, der 15 Prozent an dem Rüstungs- und Flugtechnikkonzern hält. Im Frühjahr 2006 hatten Lagardère und Daimler im Gleichschritt jeweils 7,5 Prozent oder 61 Millionen EADS-Anteile auf den Markt gebracht. Das geschah im Falle Lagardères über Wechselanleihen in drei Tranchen. Die zweite Tranche von 2,5 Prozent wurde am Mittwochabend fällig. Seitdem hält Lagardère nur noch ein Zehntel des Kapitals von EADS. Weil Lagardère beim Teilausstieg Milliarden verdiente, bevor der Kurs wegen der Airbus-Probleme abstürzte, verlangen geschädigte französische Geldinstitute allerdings die Rückabwicklung des Geschäftes.

Artikel vom 27.6.2008

Quelle: dpa

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