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Artikel vom 02.03.2010

ILFC erwägt Flugzeugverkäufe

Die Leasinggesellschaft ILFC prüft den Verkauf eines Teils ihrer Flugzeuge. Die Tochter des angeschlagenen US-Versicherers AIG will damit an frisches Geld kommen.

Boeing 747-400 beim Start - © &cop<; AirTeamImages.com -

Boeing 747-400 beim Start

Der angeschlagene US-Versicherer AIG ist weiter auf der Suche nach frischem Geld. Nun muss sich die Flugzeug-Leasingsparte ILFC möglicherweise von einem Teil ihrer Flugzeuge trennen. Dadurch sollen bis zu 3,5 Milliarden Dollar in die Kasse kommen, ließ ILFC am späten Montag in ihrem Jahresbericht wissen.

Den möglichen Käufern seien bereits eine Reihe jüngerer Maschinen vorgestellt worden, hieß es. «Wir haben schon einige Gebote erhalten.» Problem ist allerdings, dass wegen der Wirtschaftskrise die Preise für Flugzeuge am Boden liegen. Die Fluggesellschaften haben Hunderte Maschinen stillgelegt, weil insbesondere Geschäftsleute seltener reisen. Es sei unklar, ob deshalb akzeptable Preise erzielt werden könnten, hieß es. Ein Verlustgeschäft sei sehr wahrscheinlich.

Außerdem hat ILFC die Ablieferung von zehn bestellten A380 beim Hersteller Airbus verschoben.  Die ersten fünf Exemplare werden nun erst 2014 - und damit ein Jahr später als geplant - zur Auslieferung gelangen. 2015 folgen drei weitere Maschinen und 2016 dann die letzten zwei. Bis Jahresende 2010 kann ILFC entsprechend einer bereits getroffenen Vereinbarung von der A380-Order auch gänzlich zurücktreten.

ILFC ist die weltgrößte Flugzeug-Leasinggesellschaft. Sie hat rund 1000 Maschinen an Fluggesellschaften in aller Welt vermietet. Die meisten Kunden sitzen in Europa. Der Buchwert der Flotte liegt bei knapp 44 Milliarden Dollar. ILFC besitzt neben Hunderten Kurz- und Mittelstreckenfliegern auch Langstrecken-Maschinen vom Typ Boeing 747 und Airbus 340.

Weil die Muttergesellschaft AIG sich in der Finanzkrise verspekuliert hatte und vom Staat mit 182 Milliarden Dollar gestützt werden musste, kommt auch die Tochter nur noch schwer an frisches Geld. Kreditgeber misstrauen dem Unternehmen. Der Staat müsste dem Verkauf der Flugzeuge allerdings zustimmen. Auch der Verkauf der gesamten Sparte steht zur Debatte.

Stand: 02.03.2010 - 6:24 PM Uhr

Quelle: dpa, airliners.de

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