Artikel vom 25.06.2009 0
Flugplatz Cochstedt: Verkauf abermals gescheitert
Sicherheitsleistung bislang nicht hinterlegt
© Flughafen Magdeburg/Cochstedt
Flughafen Cochstedt
Der Verkauf des defizitären Flugplatzes Cochstedt (Salzlandkreis) an einen arabischen Finanzinvestor ist offenbar endgültig gescheitert. Damit sei auch der Plan, den Airport zu einem Frachtflughafen auszubauen, vom Tisch, schreibt die in Halle erscheinende «Mitteldeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe).
Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert (CDU) habe den Finanzausschuss des Landtages darüber informiert, dass die zum 30. Juni fällige Sicherheitsleistung des International Investment House of Abu Dhabi (IIH) in Höhe von einer Million Euro bisher nicht eingetroffen sei. In der Konsequenz werde das Land vom Kaufvertrag zurücktreten.
Das Land hoffe, dass der Vertrag vom Investor doch noch erfüllt werde, hieß es. Sollte es nicht gelingen, werde im Interesse des Landes die Eigenvermarktung wieder aufgenommen.
Der Investor IIH wollte bis zu 60 Millionen Euro in Cochstedt investieren, 100 bis 200 Arbeitsplätze schaffen. Im Mai war bereits die erste Rate der Kaufsumme von neun Millionen Euro nicht überwiesen worden. Aus Abu Dhabi kam lediglich die Bitte in Magdeburg an, den Vertrag wegen der Wirtschaftskrise anzupassen. Zwei Jahre wollte IIH den Kaufpreis stunden und die Investitionen aufschieben, im Gegenzug aber eine Sicherheit in Höhe von einer Million Euro beim Land hinterlegen. Diese fehlt nun auch.
Der ehemalige sowjetische Militärflugplatz war in den 90er Jahren ausgebaut worden. 2001 ging die Betreiberfirma pleite. 2006 wurde der Flugplatz wiedereröffnet. Flugverkehr gibt es dort derzeit kaum noch.
Stand: 25.06.2009 - 10:56 AM Uhr
Quelle: ddp
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