Artikel vom 26.04.2010 0

Continental und United tauschen Aktien

Streit über Konzern-Bewertungen

Continental Airlines und United Airlines haben sich am Wochenende auf eine Fusion durch Aktientausch geeinigt. Die Verschmelzung könnte bereits in wenigen Tagen durchgeführt werden.

Continental und United-Maschinen in Los Angeles - © © AirTeamImages.com -

Continental und United-Maschinen in Los Angeles

Die beiden US-Fluggesellschaften Continental und United Airlines kommen einander näher. Am Wochenende drangen immer mehr Details aus den Fusionsverhandlungen nach außen. Demnach wollen die zwei Unternehmen durch einen Tausch von Aktien mit einander verschmelzen. Bereits Ende April oder Anfang Mai könnte der Zusammenschluss beschlossen werden, schrieb das >Wall Street Journal» am Samstag. Dabei entstünde die größte Fluggesellschaft der Welt.

Die zwei Linien, die bereits über das Luftfahrtbündnis Star Alliance miteinander verflochten sind, haben freie Bahn für einen Zusammenschluss: In der vergangenen Woche hatte sich der Rivale US Airways zurückgezogen. Er hatte eigentlich mit United zusammengehen wollen. Nach Ansicht von Analysten passen jedoch Continental und United besser zueinander. Sie würden Delta Air Lines von der Spitzenposition verdrängen.

Die Führung der neuen Fluglinie soll nach Medienberichten Continental-Chef Jeff Smisek übernehmen, United-Chef Glenn Tilton würde dem Verwaltungsrat vorstehen. Sitz würde Chicago, wo United residiert.

Streit über Konzern-Bewertungen

Eine Einigung über den Kaufpreis steht jedoch noch aus. Der New York Times zufolge könnte der Streit um die Bewertung der beiden Unternehmen den Zusammengang noch vereiteln. Verhandlungen über ein Zusammengehen zwischen den beiden Unternehmen waren vor zwei Jahren schon einmal gescheitert.

Der Streit bezieht sich dem Bericht zufolge auf die Aktienquote, die Continental für die Muttergesellschaft von United Airlines, UAL, ansetzt. Continental wolle einen UAL-Kurs aus der Zeit vor Bekanntwerden der Verhandlungen zu Grunde legen, UAL bestehe auf einem späteren Zeitpunkt mit höherem Aktienkurs. Der Mutterkonzern UAL ist an der Börse knapp 3,9 Milliarden Dollar wert, Continental kommt auf fast 3,1 Milliarden Dollar.

In der krisengeplagten Branche herrschen Sparzwänge und ein starker Konsolidierungsdruck. In der Wirtschaftskrise waren die Fluggäste ausgeblieben, nun lasten die steigenden Treibstoffpreise auf den Gesellschaften. Die meisten Airlines schreiben Verluste, zuletzt auch Continental und United.

Stand: 26.04.2010 - 11:28 AM Uhr

Quelle: dpa

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