Artikel vom 26.06.2009 0
Qantas reduziert Dreamliner-Bestellung
Luftfahrtkrise
© Boeing
Grafik der Boeing 787 in Qantas-Farben
Die angeschlagene australische Qantas hat die Bestellung von 15 Maschinen des neuen Langstreckenfliegers Boeing Dreamliner 787-9 annulliert. Seit der Auftragserteilung im Dezember 2005 habe sich das Geschäftsumfeld deutlich verschlechtert, teilte Qantas am Freitag mit.
Die Flugzeuge im Wert von drei Milliarden Dollar (2,15 Milliarden Euro) hätten in den Jahren 2014 und 2015 ausgeliefert werden sollen. Weitere 15 bestellte 787-8 Dreamliner sollten zudem vier Jahre später als geplant ausgeliefert werden. Die Entscheidung sei unabhängig von der Verschiebung des Jungfernfluges des Dreamliners gefallen. Der US-Flugzeugbauer Boeing hatte den ersten Start seines neuen Langstreckenfliegers am Dienstag zum fünften Mal verschoben - diesmal auf unbestimmte Zeit., da sich bei letzten Tests gezeigt habe, dass Modifikationen am Flugzeugrumpf notwendig seien. Das 787- Programm liegt bereits rund zwei Jahre hinter dem Zeitplan.
Neuer Auslieferungsplan
Durch die Abbestellung würde sich das Investitionsvolumen nach aktuellen Listenpreisen um drei Milliarden Dollar (2,14 Mrd Euro) verringern, erklärte Vorstandschef Alan Joyce. Auch nach den Auftragsänderungen blieben Qantas und die Lowcosttochter Jetstar mit einer Bestellung von 50 Maschinen der größte Kunde für den Dreamliner. Bestellt sind derzeit 35 787-9 und 15 787-8. Mitte 2013 sollen die ersten 787-9 zur Auslieferung gelangen. Sie sind für die internationalen Routen der Jetstar vorgesehen. Ab dem vierten Quartal 2014 übernimmt dann Qantas 15 787-8 und löst damit ihre 767-300 im Inland ab. Die verbleibenden 20 787-9 werden zwischen 2015 und 2017 sowohl an Qantas als auch Jetstar ausgeliefert und kommen auf internationalen Routen zum Einsatz. Die Qantas Group behält die Vorkaufsrechte auf 50 weitere 787 Dreamliner.
Stand: 26.06.2009 - 12:45 PM Uhr
Quelle: airliners.de mit AFP, dpa, Qantas
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