Artikel vom 15.06.2009 0

ATR: Moderne Turboprops verdrängen Regionaljets

Wartungspakete heben Umsatz

Der französisch-italienische Flugzeugbauer ATR hat im ersten Halbjahr die Auslieferungen auf hohem Niveau stabiliseren können. Nach Ansicht von ATR-Chef Stéphane Mayer verdrängen effiziente Turboprops wegen hoher Kerosinpreise zunehmend Regionaljets. Komplette Wartungspakete entwickeln sich als Wachstumsmotor.

ATR-Chef Stéphane Mayer - © © dpa -

ATR-Chef Stéphane Mayer

Der führende Hersteller von Turboprop- Regionalflugzeugen, ATR, hat im ersten Halbjahr 28 Flugzeuge verkauft. Mit geplanten mehr als 50 Auslieferungen werde die Produktion 2009 auf Rekordniveau stabilisiert, sagte ATR-Chef Stéphane Mayer am heutigen Montag auf der Pariser Luftfahrtmesse. Wegen der hohen Treibstoffpreise verdrängen moderne Turboprops zunehmend die im Betrieb teureren kleinen Regionaljets.

«Wir haben ein gesundes Auftragsbuch mit 170 bestellten Flugzeugen», sagte Mayer. «Das garantiert uns drei Jahre Arbeit. Trotz der schwierigen heutigen Marktlage wissen wir, dass die Nachfrage langfristig da ist, und wir sind bereit, die Fertigung weiter zu steigern, sobald der Aufschwung da ist.» In den kommenden 20 Jahren würden 2700 Flugzeuge der ATR-Klasse gebraucht.

Einen Wachstumsmarkt sieht Mayer in den Dienstleistungen. Deren Umsatzanteil liege schon bei 19 Prozent. So habe man seit Jahresbeginn vier weitere Wartungsverträge mit Czech Airlines, Berjaya Air, Air Algérie und Air Vanuatu geschlossen. Jetzt seien 223 Flugzeuge unter Vertrag.

ATR gehört je zur Hälfte zu EADS und zum italienischen Alenia-Konzern.

Stand: 15.06.2009 - 5:02 PM Uhr

Quelle: dpa

Empfehlen:

Anzeigen

Kommentare
Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen

mit Unterstützung durch Disqus
Aktuell kommentiert
Powered by Disqus