Wirbel um Fluggenehmigung für abgestürzte Air-Asia-Maschine

05.01.2015 - 10:08 0 Kommentare

Die abgestürzte A320 der Air Asia Indonesia hatte womöglich keine Fluggenehmigung. Die indonesische Regierung und die Behörden aus Singapur haben dazu widersprüchliche Angaben gemacht. Die Einsatzkräfte haben indes ihre Suche ausgeweitet.

Rettungskräfte suchen nach den Opfern des Air-Aisa-Fluges

Rettungskräfte suchen nach den Opfern des Air-Aisa-Fluges
© dpa - Massulis Mbasan

Ein Schiff der indonesischen SAR-Flotte.

Ein Schiff der indonesischen SAR-Flotte.
© Indonesisches Transportministerium

Traurige Gewissheit in Surabaya, Indonesien: Der Air-Asia-A320 ist in die Javasee gestürzt.

Traurige Gewissheit in Surabaya, Indonesien: Der Air-Asia-A320 ist in die Javasee gestürzt.
© dpa - EPA/MADE NAGI

Eine Woche nach dem Absturz des Air-Asia-Flugzeugs in der Javasee konzentrieren sich die Ermittlungen auf möglicherweise fehlende behördliche Genehmigungen für den Unglücksflug. Während die indonesische Regierung am Wochenende erklärte, eine Genehmigung für Air-Asia-Flüge an Sonntagen auf der Strecke von Surabaya nach Singapur habe nicht vorgelegen, erklärte die zivile Luftfahrtbehörde Singapurs, sie habe den sonntäglichen Flug genehmigt.

Das indonesische Verkehrsministerium erklärte in der Hauptstadt Jakarta weiter, wegen der fehlenden Genehmigung seien Air-Asia-Flüge auf der Route bis zum Abschluss der Ermittlungen untersagt. Es blieb zunächst unklar, wie die in Malaysia ansässige Fluglinie die Strecke ohne gültige Genehmigung hätte fliegen können.

Als wahrscheinliche Ursache für das Unglück nannten Meteorologen das schlechte Wetter am Absturztag. Die Witterungsbedingungen seien vermutlich der "auslösende Faktor" des Unglücks gewesen, teilte die indonesische Wetterbehörde mit. Womöglich seien die Triebwerke der Passagiermaschine vereist und dadurch beschädigt worden. Dies sei aber nur eine denkbare Folge des zum Absturzzeitpunkt registrierten Sturms.

Rettungsmannschaften weiten Suche aus

Flug QZ8501 war am Sonntag vor einer Woche mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Singapur 40 Minuten nach dem Start vom Radarschirm verschwunden. Die Suche nach dem Wrack und den Opfern in der Javasee wurde in den vergangenen Tagen durch schlechtes Wetter behindert.

Die Rettungsmannschaften haben heute ihre Suche nach dem Wrack und den Insassen jedoch ausgeweitet. Die Suche werde weiter nach Osten ausgedehnt, sagte ein Verantwortlicher der indonesischen Rettungskräfte, S.B. Supriyadi. Die Behörden vermuten, dass Teile des Wracks womöglich durch starken Wind von der Absturzstelle abgedriftet sind.

Genaue Absturzstelle ist weiterhin unklar

Mehrere Flugzeuge hoben am neunten Tag des Bergungseinsatzes von Pangkalan Bun auf der Insel Borneo ab, um die Oberfläche der Javasee abzusuchen. Bislang wurden 34 Leichen geborgen, insgesamt waren 162 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der A320-200.

Bei gutem Wetter könnten Suchgeräte eingesetzt werden, und die Taucher hätten gute Bedingungen, um noch einmal zum Meeresgrund zu gelangen, sagte Supriyadi. Er hofft, dass heute alle Wrackteile gefunden werden und die genaue Absturzstelle lokalisiert werden kann.

Von: AFP
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