Wie Google Glass an Flughäfen eingesetzt werden könnte

18.10.2013 - 15:10 0 Kommentare

Smart Watches, Smart Glasses und andere neue, tragbare Gadgets lassen die Augen von Technikliebhabern glänzen. Doch was heute vielleicht noch aussieht wie ein Spielzeug für große Jungs, könnte zukünftig professionell an Flughäfen eingesetzt werden.

Mögliche Anwendung von Google Glass beim Check-In

Mögliche Anwendung von Google Glass beim Check-In
© SITA

Mögliche Anwendung von Google Glass beim Check-In

Mögliche Anwendung von Google Glass beim Check-In
© SITA

Flugreisen bestehen schon lange aus einer Flut von Passagierdaten. Diese Daten im richtigen Moment in einer passenden Art und Weise zur Verfügung zu stellen, ist eine Herausforderung. Warum blendet man passende Informationen bei Bedarf nicht einfach ins Blickfeld von Flughafenmitarbeitern ein, hat sich der Technologieanbieter SITA gefragt - und mit Google Glass experimentiert.

Denkbar sei der Einsatz von Smart Glasses beispielsweise beim Check-In oder im Baggage-Handling, sagte Jim Peters, Technikchef bei SITA gestern bei einer Produktdemonstration im Rahmen des SITA-ICT-Forums in Wien. 

Mit Smart-Glasses könnten Mitarbeiter im Gepäckhandling an Flughäfen beispielsweise einfach durch das Anschauen von Barcodes Detailinformationen zu Gepäckstücken eingeblendet bekommen. 

Wie gut das Einscannen von Strichcodes über Google Glass bereits funktioniert, demonstrierte Dr. Boris Padovan, Vicepresident für Nordeuropa bei SITA nun in Wien für airliners.de:

Beim Passagier-Check-In wäre zukünftig sogar denkbar, durch einfaches Angucken, Ticketinformationen mit Angaben auf einem Reisepass zu vergleichen. Eine entsprechende App hat SITA sogar bereits entwickelt - und ist damit deutlich an die Grenzen der heute verfügbaren Technologie gestoßen.

So reiche die Auflösung der eingebauten Kamera laut SITA kaum für einen schnellen Scan von Barcodes in schlechten Lichtverhältnissen. Zudem gibt es Probleme beim Fokussieren. Neben der generell noch zu langsamen Geschwindigkeit der ersten Testgeräte sei zudem die geringe Batteriekapazität ein Problem. 

Es sei bei den Experimenten im SITA LAB allerdings im ersten Schritt auch nicht um die Entwicklung einer voll funktionsfähigen Lösung gegangen, so Peters. Die Probleme mit den ersten Prototypen wie dem Google Glass und den ebenfalls im Experiment genutzten Vuzix M100 Smart Glasses seien nicht anders als bei den ersten Smartphones, die sich mittlerweile problemlos für eine ganze Reihe von praktischen Anwendungen nutzen ließen.

Ein gänzlich neues Problem bei Smart Glasses sieht derweil auch SITA: die Sorge um den kompletten Verlust der Privatsphäre. Was Passagiere von Head-up-Display tragenden Check-In- oder Passkontrollmitarbeitern halten, soll nun in Feldversuchen ermittelt werden. 

Von: airliners.de
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