Gewitter und Streiks sollen für Eurowings-Ausfälle verantwortlich sein

13.06.2018 - 14:58 0 Kommentare

Eurowings-Chef Dirks macht das Wetter und streikende Fluglotsen für die Probleme im Flugbetrieb verantwortlich. Und äußert sich zu den langsamen Passagierkontrollen an großen Airports.

Eurowings CEO Thorsten Dirks. - © © Eurowings -

Eurowings CEO Thorsten Dirks. © Eurowings

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings erklärt ihre zuletzt gehäuften Verspätungen und Flugabsagen mit streikenden Fluglotsen und dem seit Wochen außergewöhnlichen Wetter in Europa.

Beides seien Probleme für die gesamte Branche, sagte Eurowings-Chef Thorsten Dirks im Luftfahrt-Presse-Club Frankfurt. Zuletzt hatten in Frankreich und Italien die Lotsen ihre Arbeit niedergelegt und weitere Streiks angekündigt. Das habe jeweils Folgen bis in den deutschen Luftraum, meinte Dirks.

"Wir haben bis Ende Mai in Deutschland mehr Blitzeinschläge gehabt als im gesamten letzten Jahr zusammen"

Eurowings-Chef und Lufthansa-Konzernvorstand Thorsten Dirks

Die Stromschläge treffen durchaus auch Flugzeuge: "Wir haben pro Woche drei Blitzeinschläge auf dem Boden bei Flugzeugen. Die fallen natürlich erst einmal aus für 12 bis 16 Stunden, weil sie gecheckt werden müssen." Ähnlich wie im Auto sind Flugzeuginsassen bei einem Blitzschlag sicher, da die Energie in der Metallhülle um das Flugzeuginnere herum geleitet wird und wieder austritt. Begleitet wird der Blitzschlag von einem gleißenden Licht und einem lauten Knall.

Nur wenig Reserve-Maschinen

Er räumte auch ein, dass die Lufthansa-Tochter derzeit nur wenige Flugzeuge als Reserve vorhält. Diese Flugzeuge aus der Reserve zu ersetzen, fällt der Airline zunehmend schwer. "Irgendwann sind Reserven einfach aufgebraucht", sagte Dirks. Eurowings war zuletzt in Folge der Air-Berlin-Pleite stark gewachsen und hat nach eigenen Angaben im Sommerflugplan 185 Maschinen im Einsatz.

© dpa, Helmut Fohringer Lesen Sie auch: Eurowings beendet Wet-Lease mit Lauda Motion

Weiterhin kritisch sieht Dirks die langen Wartezeiten bei den Passagierkontrollen an hochfrequentierten Flughäfen wie Frankfurt oder Düsseldorf. "Wir haben die Probleme etwas entschärft, aber sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen."

Von: dpa, br
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