Weniger späte Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen

01.11.2018 - 17:04 0 Kommentare

Auch im Oktober waren die Landungen und Starts nach 23 Uhr an Deutschlands größtem Airport rückläufig. Nach einer Verschlechterung im Frühsommer hält der positive Trend in Frankfurt schon seit vier Monaten an. Hessen will die Kontrollen weiter verschärfen.

Abendlicher Betrieb am Flughafen Frankfurt. - © © Fraport -

Abendlicher Betrieb am Flughafen Frankfurt. © Fraport

Das teilte das hessische Wirtschaftsministerium als Flugaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Es wurden in dem Monat 69 späte Landungen und 10 Starts registriert, deutlich weniger als im September (89/52) und auch als im Oktober des Vorjahres (85/16). Erneut stellte die irische Gesellschaft Ryanair die meisten Spätlander (14) vor der Condor (10), Lufthansa (8) und Tuifly (7).

Flüge nach 23 Uhr am Frankfurter Flughafen
Landungen Starts gesamt
10/2017 85 16 101
11/2017 45 6 51
12/2017 66 45 111
01/2018 27 1 28
02/2018 17 3 20
03/2018 57 31 88
04/2018 72 15 87
05/2018 185 109 294
06/2018 203 138 341
07/2018 161 83 244
08/2018 124 53 177
09/2018 89 52 141
10/2018 69 10 79

Die Grafik zeigt die Zahl der Starts und Landungen zwischen 23 und 24 Uhr am Frankfurter Flughafen in der Zeit von Oktober 2017 bis Oktober 2018. Quelle: Wirtschaftsministerium Hessen

In der letzten Betriebsstunde des größten deutschen Flughafens dürfen weder Starts noch Landungen geplant werden, allerdings können verspätete Flugzeuge noch bis 24 Uhr landen. Starts sind nur mit Einzelgenehmigung aus besonderen Gründen möglich.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kündigte weitere strikte Kontrollen an. "Wir bauen einen hohen Kontrolldruck auf, befragen Piloten bestimmter Flugverbindungen direkt nach der Landung und prüfen die vorgebrachten Gründe genau nach“, erläuterte Al-Wazir. „Schöpfen wir Verdacht, dass sich die Verspätung aus der Flugplangestaltung ergibt, führen wir mit der jeweiligen Fluggesellschaft Gespräche." So habe man inzwischen erreicht, dass mehrere häufig verspätete Flüge vorverlegt worden seien.

© AirTeamImages, Felix Gottwald Lesen Sie auch: Frankfurt: Politik stellt Sieben-Punkte-Plan gegen Nachtlärm vor

Über eine Änderung des Luftverkehrsgesetzes will Hessen erreichen, nicht mehr nur gegen die einzelnen Piloten vorgehen zu können. "Wir möchten Airlines direkt belangen können, bei denen der Verdacht besteht, dass sie Nachtflugregelungen systematisch missachten“, sagte Al-Wazir. Ein entsprechender Entwurf sei im Bundesrat bereits verabschiedet worden. Der Minister forderte Bundestag und Bundesregierung auf, diese Initiative umgehend aufzugreifen.

Von: pra, dpa
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