Weniger Entlassungen bei Alitalia als befürchtet

05.09.2008 - 13:14 0 Kommentare

Die angeschlagene Airline Alitalia muss nach Angaben von Italiens Arbeitsminister Maurizio Sacconi 3.250 Mitarbeiter entlassen um ihr Bestehen zu sichern. Weitere 2.750 Mitarbeiter sollen in anderen zur Alitalia gehörenden Unternehmen weiter beschäftigt werden. Die Angaben des Ministers vom Donnerstagabend fielen erheblich niedriger aus, als zunächst befürchtet.

Medien hatten zuletzt von 5.000 bis 7.000 Stellenkürzungen gesprochen. Derzeit beschäftigt die Gesellschaft rund 17.500 Personen.

Ende August hatte das Kabinett in Rom mit einer Gesetzesänderung den Weg für die Rettung der Fluglinie freigemacht. Um die Pleite abzuwenden und die Gründung einer neuen Gesellschaft zu ermöglichen, hatte die Regierung Alitalia am vergangenen Freitag unter Sonderverwaltung gestellt. Die neue Alitalia soll aus der Fusion der noch staatlichen Fluggesellschaft mit der privaten Gesellschaft Airline Air One hervorgehen. Die neue Alitalia werde voraussichtlich in zwei Jahren wieder die Gewinnzone erreichen und Umsätze von 4,8 Milliarden erzielen, berichtete die Zeitung «La Repubblica» am Freitag.

«Wir wollen aus Alitalia keine Low-Cost-Airline machen. Wir werden eine komplette Gesellschaft sein, die sowohl Kurz- als auch Langstreckenflüge anbieten wird», sagte der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Rocco Sabelli. Um mit den Gewerkschaften zu einer Einigung zu kommen, blieben der Gesellschaft nun sieben Tage Zeit, zitierte «La Repubblica» den von der Regierung ernannten Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi.

Nach dem Rettungsplan soll die neue Betreibergesellschaft nur die rentablen Bereiche der Alitalia übernehmen, die unrentablen Aktivitäten mit den Altschulden fallen hingegen unter das Insolvenzrecht. Eine Gruppe von 16 Investoren will rund eine Milliarde Euro in das neue Unternehmen pumpen.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr Spohr bekräftigt Interesse an Alitalia

    Lufthansa-Chef Spohr macht nach der Regierungsbildung in Italien per Brief klar, dass sein Konzern weiterhin Interesse an Alitalia hat. Aber es müssten Bedingungen erfüllt werden, sagt auch Hub-Chef Hohmeister.

    Vom 27.06.2018
  • Eine Flugbegleiterin bedient auf einem Lufthansa-Langstreckenflug Fluggäste in der Economy-Class. Bei welchen Airlines gibt es noch kostenloses Essen?

    Seit dem Aufkommen der Low-Cost-Carrier hat sich auch die Bordverpflegung stark verändert - und das bei allen Airlines. Doch die Unterschiede bei der Verpflegung in der Economy-Klasse sind weiter groß. Eine Übersicht.

    Vom 23.04.2018
  • Das Bändchen am Handgepäck soll das Prozedere zum Boarding zu beschleunigen. Airlines kämpfen mit Koffer-Mengen an Bord

    Mit hohen Zusatzkosten haben Billigflieger und andere Airlines ihre Kunden dazu gebracht, vielfach nur mit Handgepäck zu reisen. Jetzt quellen viele Gepäckfächer über. Aber die Industrie hat schon neue Lösungen parat.

    Vom 19.04.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus