IATA: Europa und Nordamerika weiter im Minus

Weltweite Nachfrage erholt sich langsam

30.12.2009 - 13:29 0 Kommentare

Die Nachfrage im internationalen Luftverkehr ist im vergangenen Monat erneut angezogen. Das hat die International Air Transport Association (IATA) in ihren Verkehrszahlen für November 2009 bekanntgegeben. Sowohl die Passagiernachfrage als such die Nachfrage im Frachtgeschäft sei im Vergleich zum Vorjahr einstellig gestiegen.

Passagiere warten am Flughafen von Los Angeles - © © dpa -

Passagiere warten am Flughafen von Los Angeles © dpa

Die International Air Transport Association (IATA) hat ihre Verkehrszahlen für November 2009 bekanntgegeben. Demnach ist die Passagiernachfrage gegenüber dem November des Vorjahres um 2,1 Prozent, die Nachfrage im Frachtgeschäft sogar um 9,5 Prozent gestiegen. Die Auslastung lag mit 75,4 Prozent im Passagier- und 56,6 Prozent im Frachtgeschäft auf einem Niveau wie vor der Wirtschaftskrise.

Die Verbesserungen bei der Nachfrage zeichnen jedoch ein verzerrtes Bild. Die Passagiernachfrage liegt zwar 6,4 Prozent über dem Tiefstand im ersten Quartal 2009, allerdings noch immer 6 Prozent unter den Spitzenwerten von Anfang 2008. Verglichen mit Oktober 2009 ist die Passagiernachfrage – bedingt durch die anhaltende wirtschaftliche Schwäche Europas und Nordamerikas – sogar um 0,7 Prozent gesunken.

"Die Nachfrage bleibt auf Erholungskurs, aber wir müssen noch viel Boden gutmachen", sagte IATA-Direktor Giovanni Bisignani. "Wir erwarten in den kommenden Monaten keine signifikante Verbesserung der Erträge. Deshalb bleibn Kosteneinsparungen, Kostenkontrolle und eine umsichtige Anpassung der Kapazitäten an die Nachfrage der Schlüssel zum Überleben."

Europa und Nordamerika weiter im Minus

Gegen den internationalen Trend verzeichneten Fluggesellschaften in Europa und Nordamerika beim Passagiergeschäft im November 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Nachfragerückgang um 3 Prozent. Sorgen um einen möglichen Arbeitsplatzverlust drücken in diesen Regionen die Kauflaune der Konsumenten. Verglichen mit November 2008 haben europäische Airlines ihre Kapazitäten um 3,9 Prozent, nordamerikanische Fluggesellschaften um 6,7 Prozent reduziert – was einerseits eine Verbesserung der Auslastung mit sich bringt, andererseits aber das Wachstum drückt.

Airlines aus der asiatisch-pazifischen Region verzeichneten im November gegenüber dem Vorjahresmonat hingegen ein Plus in der Nachfrage von 5,1 Prozent – ein Wachstum, das mit Ausnahme Japans größtenteils von einer wirtschaftlichen Erholung der Region gespeist wird. Fluggesellschaften in Lateinamerika (+8,2 Prozent) und dem Nahen und Mittleren Osten (+16.5 Prozent) haben bei der Nachfrage ebenfalls zugelegt. Letztere profitieren von der Belebung der asiatischen Wirtschaft und der Möglichkeit, über ihre Drehkreuze im Nahen und Mittleren Osten Verbindungen in diese Region anzubieten. Airlines in Afrika haben im November einen Rückgang bei der Nachfrage um 2,1 Prozent verzeichnet.

Von: IATA
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