Über vier Milliarden Passagiere - Iata meldet neues Rekordjahr

06.09.2018 - 15:36 0 Kommentare

Erstmals haben Fluggesellschaften weltweit mehr als vier Milliarden Passagiere in einem Jahr befördert. Das teilte die Iata bei der Vorlage ihrer Passagierauswertungen für 2017 mit. Deutsche fliegen dabei besonders oft.

Fluggäste am Airport Hannover - © © dpa - Jochen Lübke

Fluggäste am Airport Hannover © dpa /Jochen Lübke

Die Fluggesellschaften in aller Welt haben im vergangenen Jahr so viele Passagiere befördert wie nie zuvor. Dabei knackten sie erstmals die Marke von vier Milliarden Fluggästen, wie der Weltluftfahrtverband Iata am Donnerstag bei der Präsentation der neuesten "World Air Transport Statistics" in Montreal mitteilte. Mit 4,1 Milliarden Kunden lag die Zahl 7,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Deutsche machten dabei rund 3,4% aller Passagiere weltweit aus, wie die Iata ausweist. Mit rund 114 Millionen Flugpassagieren deutscher Nationalität kommt Deutschland im internationalen Vergleich sogar auf Platz Fünf - nach Passagieren aus den USA (632 Millionen), China (555 Millionen), Indien (162 Millionen) und Großbritannien (147 Millionen).

Das stärkste Wachstum gab es 2017 mit 10,6 Prozent in der Region Asien-Pazifik, die mit 1,5 Milliarden Fluggästen zugleich den größten Markt darstellt. Europäische Airlines legten mit 8,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Passagiere ebenfalls überdurchschnittlich zu. In Nordamerika belief sich das Wachstum nur auf 3,2 Prozent auf 942 Millionen Kunden.

Immer mehr Menschen hätten inzwischen die Möglichkeit zu fliegen, sagte Iata-Chef Alexandre de Juniac. Zur Jahrtausendwende sei der Durchschnittsbürger im Schnitt nur alle 43 Monate in ein Flugzeug gestiegen, Im Jahr 2017 sei dies bereits alle 22 Monate der Fall gewesen. Im Schnitt sei jeder Mensch auf der Erde rund doppelt so oft geflogen, wie noch im Jahr 2000.

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung liegt der Iata zufolge auch daran, dass Fluggesellschaften weltweit Direktflüge zwischen immer mehr Städten anbieten. 2017 sei die Zahl der Städte-Paare, zwischen denen es mindestens einen Flug pro Woche gebe, auf mehr als 20.000 gestiegen. Damit habe sich die Zahl seit 1995 mehr als verdoppelt.

© BDL, Lesen Sie auch: BDL: Deutscher Luftverkehr hinkt weiter hinterher

Das Passagieraufkommen an den deutschen Airports lag laut Zahlen der Flughäfen im vergangenen Jahre bei rund 235 Millionen, was einer Zunahme von knapp über fünf Prozent entspricht. Im Jahr zuvor waren es nur rund drei Prozent Zuwachs.

Von: dpa, dh
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