Wohl weitere Ermittlungen gegen Garvens

05.09.2018 - 15:00 0 Kommentare

Gegen den früheren Kölner Flughafenchef Garvens wird nicht nur wegen Untreue ermittelt, sondern laut Presseberichten auch wegen Steuerhinterziehung. Doch zumindest ein Teil der Ermittlungen könnte bald eingestellt werden.

Michael Garvens. - © © dpa - Jörg Carstensen

Michael Garvens. © dpa /Jörg Carstensen

Die angeblichen Managementfehler des ehemaligen Kölner Flughafenschefs Michael Garvens sind weiterhin Gegenstand von Ermittlungen und Schadenersatzansprüchen. Verdächtig wird er nun auch der Steuerhinterziehung, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtete.

Demnach habe die Kölner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren (Az. 113 Js 972/17) gegen Garvens und andere eingeleitet. Unter anderem soll der Flughafen unter seiner Ägide Scheinrechnungen des Frachtabfertiger Wisskirchen bezahlt haben und ließ sich dafür den Vorsteuerabzug erstatten.

Untreue-Verfahren vor Einstellung?

Bereits seit 2017 wird gegen Garvens auch wegen Untreue ermittelt. Dabei soll es unter anderem um Parkvergünstigungen gehen, die er Politikern und Journalisten gewährt hatte. Dieses Verfahren könnte aber in Kürze eingestellt werden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf interne Informationen aus der Staatsanwaltschaft.

© BTW, Svea Pietschmann Lesen Sie auch: Airport Köln/Bonn prüft Ansprüche gegen Garvens

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen prüft seit Juni der Flughafen auch eine Zivilklage auf Schadenersatz gegen den früheren Vorsitzenden der Geschäftsführung. Laut "Kölner Stadtanzeiger" hat ein Prüfbericht der Anwaltskanzleien CMS Hasche Sigle und Feigen Graf ergeben, dass Garvens und andere leitende Mitarbeiter durch Managementfehler einen Schaden von knapp einer Million Euro verursacht hätten. Zudem sei ein noch nicht bezifferter Steuerschaden durch falsche Abrechnungen entstanden.

Nach dem Bericht des "Handelsblatts" wird der von Garvens selbst verursachte Schaden von den Prüfern aber nur noch auf einen Bruchteil dessen beziffert, was ursprünglich im Raum stand: Ende 2017 sei in einem ersten Bericht noch von Ansprüchen in Millionenhöhe die Rede gewesen.

Von: pra
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus