Weiterbetrieb von Tegel wäre laut ADV sehr teuer

16.06.2017 - 10:05 0 Kommentare

Berlin-Tegel auch nach der BER-Eröffnung offen zu halten, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Das sagt ADV-Präsident Michael Garvens. Im September steht der Volksentscheid an.

2016 zählte der Airport Tegel 21,3 Millionen Passagiere. Foto: © dpa - Bildfunk, Gregor Fischer

Der Präsident des Flughafenverbandes ADV, Michael Garvens, hält es aus wirtschaftlichen Gründen für wenig sinnvoll, den Flughafen Tegel weiterzubetreiben. "Doppelstrukturen sind teuer", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem würde dies alles verkomplizieren: "Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Passagiere wollen kurze Umsteigezeiten und nicht noch quer durch die City fahren, um den Flughafen zu wechseln."

Für den 24. September ist ein Volksentscheid zur Zukunft des Flughafens geplant. "Wirtschaftlicher ist es, Tegel zu schließen. Auch wenn ich verstehen kann, dass die Berliner ihren Flughafen Tegel sehr lieben."

"Wenn der Volksentscheid erfolgreich ist und Tegel wirklich offenbleiben soll, kommt das Thema Schallschutz noch einmal auf die Agenda", sagte Garvens, der den Flughafen Köln/Bonn leitet. Dann müsste man den gesamten Berliner Norden mit Schallschutz versehen. Und man müsste in den Flughafen kräftig investieren. Wer soll das zahlen?"

© dpa, Jörg Carstensen Lesen Sie auch: Umfrage: Anhänger aus allen Berliner-Parteien für Offenhaltung von Tegel

Bisher planen der Bund sowie Berlin und Brandenburg, den alten Flughafen nach der BER-Eröffnung zu schließen. Entsprechende Festlegungen sind - gerichtlich bestätigt - Teil des Planfeststellungsbeschlusses für den BER.

Von: ch, dpa-AFX
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