Wechsel an der Spitze des Tuifly-Aufsichtsrates

14.08.2017 - 11:54 0 Kommentare

Tuifly bekommt einen neuen Aufsichtsratschef. Denn Henrik Homann gibt den Posten auf. Wer ihm nachfolgt? Das steht schon fest. Homann war einem Medienbericht zufolge umstritten.

Henrik Homann - © © Tui Group -

Henrik Homann © Tui Group

Henrik Homann gibt seinen Posten an der Spitze des Tuifly-Aufsichsrates auf. Das berichtet die "Neue Presse" unter Berufung auf einen Sprecher des Mutterkonzerns Tui. Nachfolger wird Sebastian Ebel, derzeit Vorstandsmitglied bei Tui.

Homann werde sich "vollständig seinen internationalen Aufgaben als Strategiechef der Tui AG und als One-Aviation-Chef" zuwenden, zitiert das Blatt aus einem Schreiben an die Tui-Mitarbeiter.

Letztere hätten in der Vergangenheit Kritik an Homann geäußert, so die "Neue Presse". Die Mitarbeiter sahen in den Aufgaben von Homann einen Interessenskonflikt, da er den Tuifly-Aufsichtsrat leite aber auch für die Tui-Airlines verantwortlich sei.

Homann schon länger bei Tui

Homann verantwortet seit 2014 die Aktivitäten der fünf touristischen Fluggesellschaften des Konzerns. Laut Unternehmensangaben ist er seit 1995 beim Tui-Konzern. Von 1999 bis 2014 leitete Homann unter anderem als Geschäftsführer die Bereiche Finanzen und Personal.

Sein Nachfolger als Aufsichtsratschef der Tuifly, Sebastian Ebel, ist seit Ende 2014 Vorstandsmitglied der Tui AG. Er verantwortet als Vorstand außerdem die Tui Hotels und Resorts sowie die Kreuzfahrtgesellschaften. Seit Mitte 2015 ist Ebel zudem Vorsitzender der Geschäftsführung der Tui Deutschland GmbH.

Sebastian Ebel Foto: © Tui Group

Tuifly sollte eigentlich mit der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki einen neuen Ferienflieger bilden. Die Gespräche zwischen Tui und Etihad waren Anfang Juni jedoch gescheitert. Schon bei der Bekanntgabe der Pläne hatten sich viele Piloten und Flugbegleiter krankgemeldet. Der Flugverkehr wurde lahmgelegt, Tui musste rund 3000 Reiseverträge kündigen.

Auch das hatte den Reisekonzern im ersten Halbjahr operativ ins Minus gedrückt. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni konnte Tui jedoch wieder zulegen. Der Umsatz stieg dank Wechselkursen und des späten Ostertermins im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebita) legte um 38 Prozent auf fast 222 Millionen Euro zu.

© dpa, Julian Stratenschulte Lesen Sie auch: Offenbar neuer Anlauf für Ferienflieger von Niki und Tuifly

Von: ch
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