Zeitfracht will WDL-Flotte ausbauen

28.02.2018 - 13:49 0 Kommentare

Unter dem neuen Eigentümer Zeitfracht soll die Kölner WDL Aviation in diesem Jahr kräftig wachsen. Geplant sind laut Chef Simon der Kauf neuer Maschinen für den Passagierverkehr und die Rückkehr ins Cargo-Geschäft.

Zeitfracht-Chef Wolfram Simon. - © © privat -

Zeitfracht-Chef Wolfram Simon. © privat

Die Kölner Fluggesellschaft WDL Aviation will ihre Passagierflotte in diesem Jahr auf mehr als zehn Jets ausbauen. Daneben sollen mehrere Frachtmaschinen für den Wiedereinstieg in das Cargo-Geschäft angeschafft werden. Dies erfuhr airliners.de von der Logistik-Gruppe Zeitfracht, die WDL im Oktober 2017 übernommen hat.

Wie Zeitfracht-Chef Wolfram Simon ankündigte, will er bis zum Jahreswechsel 2018/2019 "ein gutes halbes Dutzend" zweistrahliger Jets für WDL kaufen. "Dazu führen wir derzeit sowohl mit Embraer, mit Bombardier als auch mit Boeing vertiefte Gespräche", so Simon.

Zusätzliches Wet-Lease-Geschäft

Die Maschinen mit Platz für 100 bis 130 Passagiere sollen im Wet-Lease für andere Airlines eingesetzt werden. WDL hat dazu bereits Stellen für Piloten, Flugbegleiter und Flugplaner ausgeschrieben. Die künftigen Auftraggeber benennt Simon aber noch nicht.

Derzeit ist WDL mit drei Maschinen für Easyjet an den Flughäfen Berlin-Tegel, Wien und Zürich im Einsatz. Frühere Wet-Lease-Kunden waren unter anderem Lufthansa City Line, Air France, KLM, Eurowings/Germanwings, Austrian Airlines, British Airways, SAS und Brussels Airlines.

Jumbolinos sollen weiterfliegen

Die WDL-Flotte besteht aktuell aus vier Avro-Jets (Jumbolinos) mit Platz für 86 bis 100 Fluggäste. Diese Maschinen sollen nach Unternehmensangaben noch einige Jahre weiterfliegen, so dass die Airline künftig über mindestens zehn Passagier-Jets verfügen würde.

Daneben plant Zeitfracht-Chef Simon mit seiner Airline aber auch den Wiedereinstieg ins Cargo-Geschäft. Dazu sondiere man derzeit den Markt für Frachtflugzeuge, berichtet er. WDL hatte bis 2010 bereits drei eigene Cargo-Maschinen.

Simon hat noch größere Pläne für den Luftfrachtbereich: Wie er im November ankündigte, will er ein Netzwerk für die Beförderung von Expresssendungen schaffen und dabei auch mit den Billigfliegern ins Geschäft kommen.

Deren Kapazitäten für Beiladungen sind bislang ungenutzt, weil Frachtaktivitäten die kurzen Drehzeiten gefährden könnten. Deshalb soll ein spezieller Kleincontainer für eine schnelle Be- und Entladung sorgen.

© Heiner Siegmund, Lesen Sie auch: Zeitfracht feilt an Flugnetz für Expresssendungen

Von: pra
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