Wasserschäden an BER-Bahn kosten Millionen

19.11.2018 - 14:56 0 Kommentare

An der Südpiste des BER müssen Stromleitungen ausgetauscht werden, weil diese dauerhaft im Wasser liegen. Die Arbeiten werden im kommenden Jahr durchgeführt und verschlingen einen Millionenbetrag.

An der Südbahn des BER (links) müssen im kommenden Jahr Stromkabel ausgetauscht werden. - © © dpa - Patrick Pleul

An der Südbahn des BER (links) müssen im kommenden Jahr Stromkabel ausgetauscht werden. © dpa /Patrick Pleul

Auf der Baustelle des neuen Großflughafens BER müssen offenbar für zehn Millionen Euro Elektrokabel komplett ausgetauscht werden. Mehrere Medien berichten, dass jene Kabel, die die Befeuerung der südlichen Start- und Landebahn mit Strom versorgen, in Schächten liegen, deren Entwässerungsdrainage nicht richtig funktioniere. Ein Flughafensprecher sagte zu airliners.de, dass man das Problem erkannt habe und im kommenden Jahr die Stromleitungen austauschen werde.

Laut der Medienberichte fließe das Wasser in den Kabelschächten nicht richtig ab, wodurch die Leitungen dauerhaft im Nassen stehen würden. Das könne zu dauerhaften Schäden inklusive Kurzschlüssen und Ausfällen der Beleuchtung. Die Drainage werde verbessert, damit die aktuellen Probleme nach der Inbetriebnahme kein Risiko mehr darstellen würden, versichert der Flughafenbetreiber FBB.

Reparatur als Vorsorgemaßnahme

Es handele sich dabei um eine reine Vorsorgemaßnahmen. Der Aufsichtsrat hatte der Reparatur laut des Sprechers bereits im August zugestimmt. Eine Auswirkung auf den Eröffnungstermin im Oktober 2020 würden die Arbeiten nicht haben.

Mitte März war bekannt geworden, dass am BER auch an anderer Stelle noch einmal nachgebessert werden muss: Im Terminal werden 750 Monitore für die Fluggastinformation ausgetauscht, da diese nach mehreren verschobenen Eröffnungsterminen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen würden. Die Erneuerung kostet laut Medien rund 500.000 Euro

Flughafenchef beklagt Überregulierung

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte in der vergangenen Woche ein Vorstoß gewagt, die Brandenburger Tüv-Prüfkriterien an der Flughafenbaustelle zu lockern. In entsprechende E-Mails heißt es laut "RBB", dass Lütke Daldrup "eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen als Möglichkeit zur Einhaltung des Termins" sieht.

© dpa, Lesen Sie auch: BER-Chef kritisiert Überregulierung beim Bau von Großprojekten

Lütke Daldrup beklagt schon länger eine Überregulierung von Bauvorhaben durch einen wachsenden Wust von Baunormen. "Ließe man von diesen die Hälfte weg, wäre es generell einfacher, billiger und effizienter in Deutschland zu bauen", sagte er der Publikation "ARCH+".

Von: br
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